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Geliebte werden ist nicht schwer – Geliebte sein dagegen sehr

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Geliebte heute: Was es heißt, die andere zu sein

Meistens passiert es einfach so: Man lernt jemanden kennen, verliebt sich und stellt früher oder später fest, dass der andere bereits vergeben ist. Geliebte zu werden ist nicht schwer. Aus einem One-Night-Stand kann sich eine Langzeitaffäre ergeben, ein Seitensprung kann Auftakt sein für eine Schattenliebe, durch einen Sexausrutscher kann man unversehens in eine Langzeitliaison schlittern. Das kann jedem passieren – allerdings sind es überwiegend Frauen, die sich öffentlich zu ihrer Rolle als Geliebte äußern.

Fakt ist:

  • Mehr als 1,5 Millionen Frauen in Deutschland sind Geliebte eines verheirateten Mannes, schreibt Gerti Senger in Schattenliebe.
  • Ehefrau oder Geliebte – Wer hat die besseren Karten? Nur jeder zehnte Ehemann verlässt seine Frau für seine Geliebte, das ergab eine Statistik der Gesellschaft für erfahrungswissenschaftliche Sozialforschung.
  • Ein Drittel aller Deutschen lässt sich laut Umfrage von Elitepartner nicht davon abschrecken, dass ein möglicher Partner aktuell in einer Beziehung ist.
  • Nach Schätzungen des Psychologen Dr. Walter Hoffman stürzen sich nach sechs bis neun Beziehungsjahren 4 Prozent aller Frauen und Männer in eine langjährige Schattenliebe.
  • Etwa jede fünfte Langzeit-Partnerschaft beginnt, während einer der beiden Partner noch in einer anderen Beziehung ist.
  • In Ballungsgebieten beginnen bis zu drei Mal häufiger heimliche Liebschaften als in ländlichen Regionen

Geliebte – ein Frauenphänomen?

Umfragen und Statistiken zufolge landen Frauen öfter in der Rolle der Geliebten als Männer. Frauen, das meint etwa die Journalistin Maja Langsdorff, seien so erzogen, dass sie viel aushalten und ertragen. Sie sind bereit, in eine Liebe zu investieren und auf den Geliebten zu warten. Weibliche Geliebte seien oft sehr eigenständig, beruflich ehrgeizig und emanzipiert. Dennoch seien sie stark geprägt vom klassischen Frauenbild und neigen dazu, sich länger mit einer Rolle als Schattenpartnerin zu begnügen.

Bei Männern dagegen kommt schneller der Punkt, an dem sie genug von der Rolle als Zweitmannes haben. Männer, so beobachtete Gerti Senger, sind nur selten bereit, als aussichtslos Liebende eine Schattenbeziehung zu führen, wenn die Frau verheiratet, der Mann dagegen ledig ist.

Männer fürchten sich Wolfgang Hantel-Quitmann zufolge mehr als Frauen vor einer Trennung und sind dafür eher bereit, eine Liebesaffäre nebenbei laufen zu lassen, ohne die alte Beziehung aufzugeben. Frauen seien oft entschlossener, unglückliche Beziehungen zu beenden, weswegen sie eher mit dem Geliebten etwas Neues wagen, anstatt lange zweigleisig zu fahren.

Zudem sind Frauen mehr ins Familienleben eingebunden und haben viele Sozialkontakte, vor denen sich ein Geliebter auf Dauer schlecht verheimlichen lässt. Noch immer haben Männer aufgrund ihrer beruflichen Situation mehr Möglichkeiten, Langzeitaffären heimlich auszuleben.

Freud und Leid: Die Geliebte zwischen Hoffen und Bangen

Zu Beginn ist es ein Rausch der Gefühle. Die Geliebte hat das Gefühl, alles im Griff zu haben, glaubt an die neue Liebe, ein kurzes Treffen bedeutet pures Glück. Die Zukunft liegt in weiter Ferne, der Reiz des Verbotenen steigert die Lust.

Aber irgendwann ist das abgenutzt. Dann steigen die Ansprüche, die Geliebte möchte mehr: Sie will ihre Liebe zeigen, den Geliebten für sich haben und nicht immer in zweiter Reihe stehen. Aber sie weiß auch: Will sie mehr, muss sie Ehefrau und unter Umständen Kinder verdrängen.

Dieser Zwiespalt ist sehr belastend, Gerti Senger nennt es einen »emotionalen Ausnahmezustand«. So beginnt das große Warten auf den geeigneten Moment und damit die Zeit, in der Liebe vor allem Verzicht bedeutet. In ihrem Buch gibt sie handfeste praktische Tipps zur Selbsthilfe, wie Sie mit der Liebe im Schatten umgehen können und es in 10 Schritten in die Freiheit schaffen.

Der Weg zu einem ehrlichen Liebesleben: Antworten auf brennende Fragen

Geliebte zu sein wirft viele Fragen auf: Erfahren Sie auf unseren Seiten, was es bedeutet eine Geliebte zu sein und wie Sie mit Ihrer Geliebtenrolle umgehen sollten.

Liebt er mich wirklich, wird er seine Familie für mich verlassen? Kann ich ihr eigentlich vertrauen? Wird er auch mich betrügen, wenn ich nicht mehr Geliebte, sondern seine Partnerin bin?

Diese und viele andere Fragen beschäftigen Sie bestimmt als Geliebte. Was tun, wenn Sie solo sind und sich in jemanden verlieben, der in einer festen Beziehung lebt, verheiratet ist oder sogar Familie hat? Lohnt es sich, zu warten, haben Sie überhaupt eine Chance? Wie lebt man mit der Schattenliebe?

Die Seitensprung-Fibel unterstützt Sie dabei mit Impulsen und Gedankenanstößen zum Thema Geliebte, gibt Ihnen fachliche Anregungen und psychologische Einschätzungen. Daraus köcheln wir kein Patentrezept für die Lösung Ihrer Liebesherausforderungen als Geliebte. Aber wir stellen geistiges Handwerkszeug zur Verfügung, das Ihnen garantiert zu wichtigen Erkenntnissen verhilft.

Warum verlieben sich Frauen in verheiratete Männer?

  • Ab 30 werden ledige Männer rar: Einen ledigen Mann zu finden, der vom Alter her eine gewisse Reife, aber keine Beziehungsaltlasten mitbringt, ist nicht leicht.
  • Verheiratete Männer wirken beziehungsfähig: Studien zeigen, dass Frauen unbewusst liierte Männer attraktiver finden als ungebundene. Eine Erklärung ist, dass verheiratete Männer eine Aura der Bindungsfähigkeit mitbringen und schon bewiesen haben, dass sie zu einer längeren Partnerschaft grundsätzlich fähig sind.
  • Poaching – manche Frauen wildern leidenschaftlich gern: Poaching bedeutet auf Deutsch »wildern«. Manche Frauen kämpfen besonders gerne um einen Mann, wenn der vergeben ist. Denn das weckt ihren Jadginstinkt. Gelingt es, den begehrten Mann zu erobern, ist das wohltuende Selbstbestätigung – vor allem, wenn der Geliebte heiß umworben oder sogar verheiratet ist.

Wenn er schweigt – sollten Sie seiner Frau reinen Wein einschenken?

Auf jeden Fall, meinen Karin Müller und Henri Guttmann. In Ihrem Buch Hallo, ich liebe Ihren Mann fordern sie schonungslose Ehrlichkeit. Wenn es der Geliebte seiner Frau gegenüber nicht schafft, sollte die Geliebte das selbst in die Hand nehmen und der betrogenen Ehefrau reinen Wein einschenken.

Ulrich Clement, Autor von Wenn Liebe fremdgeht, ist nicht für Offenheit um jeden Preis. Wer die Affäre beichten will, muss die daraus folgenden Konsequenzen bedenken, meint er. Manchmal kann es für alle Beteiligten besser sein, eine Liebesaffäre zu verheimlichen.

Gerti Senger gibt in Schattenliebe zu bedenken, dass es wie ein Erpressungsversuch wirken könnte, wenn die Geliebte der Ehefrau das Liebesverhältnis mit ihrem Mann gesteht. Wenn der Geliebte nicht aus freien Stücken zu ihr steht, wie sollte er es unter Druck tun? Oder anders gefragt: Welcher Erpresser (in diesem Fall die beichtende Geliebte) wird von seinem Opfer (in diesem Fall der Geliebte) schon geliebt? Wenn die Offenheit dazu führen soll, dass der Geliebte sich scheiden lässt, kommt sie einer massiven Erpressung gleich, die eher zur Beendigung der Affäre führen dürfte, als zu einem Happy End.

4 Sätze, die sich Geliebte oft anhören müssen, und was sie wirklich bedeuten

  • »Ich kann mich jetzt noch nicht trennen« Das ist eine beliebte Aufschiebetaktik und mitunter ein Hinweis darauf, dass er es so schnell nicht tun wird. Untersuchungen zeigen, dass diejenigen, die sich vom Partner für die Geliebte trennen, dies nach spätestens 3 Monaten tun. Wer länger zögert, trennt sich vermutlich nie.
  • »Ich musste mit meiner Frau schlafen, sonst wäre sie misstrauisch geworden.« Klar – wenn Ihr Geliebter sich im Ehebett verweigert, wird selbst die gutgläubigste Gattin wachsam. Allerdings ist die Tatsache, dass es Ihren Geliebten wenig Überwindung kostet, unter diesen Umständen intim mit seiner Frau zu werden, Hinweis darauf, dass die Ehe vielleicht doch nicht so am Ende ist, wie er das vorgibt.
  • »Ich kann heute nicht, weil ...« Diesen Satz können Sie beliebig fortsetzen, gerät er öfter über die Lippen Ihres Geliebten, könnte es sich um ziemlich faule Ausreden handeln.
  • »Bei mir geht’s grad echt schlecht, ist alles chaotisch, ich melde mich.« Ruf Du mich nicht an, ich rufe Dich an – das ist der Klassiker zum bequemen Schlussmachen. Beziehungsweise bei Langzeitaffären der Vorwand schlechthin, um dringende Entscheidungen ganz elegant auf die lange Bank zu schieben.

4 Zeichen dafür, dass Sie nur eine Geliebte sind

Meint er es ernst mit Ihnen? Wenn Sie Geliebte sind, stellen Sie sich bestimmt irgendwann diese Frage. Eine Antwort müssen Sie sich letztlich selbst geben. Diese Anzeichen können Belege dafür sein, dass Sie für ihn eher eine Affäre sind als die große Liebe:

  • Sie können ihn nie zu Hause anrufen
  • Er will nicht mit Ihnen gesehen werden
  • Er bleibt weiterhin in Singlebörsen aktiv
  • Er liefert immer absurdere Erklären dafür, dass er Ihr Date absagen muss

3 Gründe, warum er sich nicht trennt

  • Er liebt sie nicht: Er würde ja schon... aber nicht wegen Ihnen – das ist eine niederschmetternde Erkenntnis, aber nicht völlig abwegig. Eine Affäre kann Treibstoff fürs Ego sein, sich aber bei eingehender Prüfung als Fehlgriff erweisen. Vielleicht mangelt es Ihrem Geliebten letztlich an tieferen Gefühlen.
  • Er traut sich nicht: Ein Fall von Feigheit?! Ihr Geliebter fürchtet sich vor den Konsequenzen einer Trennung und bekommt kalte Füße, weil er nicht einschätzen kann, wie das mit Ihnen weitergeht. Bei seiner Gattin weiß er, was er hat – das Risiko, die Ehe hinzuschmeißen und mit Ihnen neu durchzustarten, kann und will er nicht eingehen.
  • Er sucht nur eine unverbindliche Affäre: Er sagt, er liebt Sie und hat mit Ihnen den geilsten Sex ever? Mag ja sein, aber Worte sind Schall und Rauch. Was Ihr Geliebter tut, ist wichtig. Trennt er sich nicht von seiner Frau, bekennt er sich niemals zu Ihnen und hält Sie hin, dann hat er es eventuell lediglich auf eine heimliche Affäre als aufregende Ergänzung zum Eheleben abgesehen.

Wie Sie von Ihrem Geliebten loskommen – so beenden Sie eine unglückliche Affäre

Klassische Ausreden und Hinhaltetechniken sind das Eine. Ihr Gefühlsleben das andere. Liegt dieses auf Dauer brach, sind Sie öfter traurig, ziehen sich von Freunden zurück und halten sich stets bereit, falls Ihr Geliebter dann doch mal Zeit hat? Dann sind Sie vielleicht drauf und dran, in eine negative Abhängigkeit zu geraten. Vor allem, wenn Ihr Geliebter Ihnen gerne versichert, dass eine Beziehung gerade, warum auch immer, nicht drin ist. Dann wird es höchste Zeit die Affäre zu beenden – und der Ausstieg beginnt im Kopf:

  • Versuchen Sie, Ihren Geliebten als das zu sehen, was er ist: ein Mann, der nicht bereit ist, zu seiner Liebe – und damit zu Ihnen – zu stehen.
  • Nehmen Sie die Zügel wieder in die Hand: Warten Sie nicht auf seinen Anruf für das nächste Treffen, verplanen Sie Ihre Zeit mit anderen Menschen oder Unternehmungen und bestimmen Sie, wann es Ihnen passt.
  • Gönnen Sie sich einen Seitensprung – das haben Sie sich verdient und Sie päppeln damit Ihr Selbstwertgefühl auf. Denken Sie daran: Auch andere Mütter haben schöne Söhne. Und manche davon sind sogar noch solo.
  • Stellen Sie Ihrem Geliebten ein Ultimatum: Druck erzeugt zwar oft Gegendruck, allerdings kann so eine Liebesdeadline auch für Sie heilsam sein.

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