Was Single-Frauen an verheirateten Männern fasziniert

singlefrau flirtet mit einem gebundenem Mann

Sechs Gründe, warum verheiratete Männer für Single-Frauen so interessant sind

»Jeder ist seines Glückes eigener Schmied!« »Zu einer Affäre gehören immer zwei!« »Wenn sich ein verheirateter Mann verführen lässt, war seine Beziehung doch vorher schon nicht mehr intakt!« »ER hat mir doch die große Liebe vorgegaukelt, warum sollte ich dann nicht versuchen, ihn für mich zu gewinnen?« »Liebe macht nicht vor einer Beziehung halt!«

So oder so ähnlich rechtfertigen sich Frauen, denen vorgeworfen wird, sich einen vergebenen Mann geangelt zu haben. Denn auch wenn Ehebruch juristisch schon lange kein Aspekt mehr für die »Schuldfrage« bei einer Scheidung sein darf – die Moralfrage stellt sich für viele dennoch. Tatsache ist aber: Für ein Drittel aller deutschen Single-Frauen stellt die Beziehung eines liierten Mannes keinen Grund dar, die Finger von ihm lassen.

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6 Gründe, warum gebundene Männer interessanter als Single-Männer sind

1. Die meisten Männer ohne Macken sind ab Mitte 30 vom Markt

»Mit Mitte 20 konnte ich mich vor attraktiven Verehrern kaum retten. Ich war aber nicht bereit für eine feste Bindung. Mein Studium ging vor. Danach der berufliche Einstieg und der Wunsch, die Welt kennen zu lernen. Jetzt bin ich 34, hätte gerne einen festen Partner, muss aber feststellen: Männer, die ich wirklich attraktiv finde, sind oft schon vergeben, und Kompromisse mag ich keine machen!«Das Problem, das Anja beschreibt, lässt sich ganz einfach in Zahlen ausdrücken. Im Alter von Mitte 20 sind gerade mal 3 % aller Männer mit einem Ehering ausgestattet. Ab 35 Jahren sind es bereits ca. 36 %. In dieser Auswertung sind allerdings noch nicht die festen Beziehungen berücksichtigt, die auch ohne Trauschein auskommen. Es ist also wirkliches Glück, wenn einer Frau auf Partnersuche ihr Traumprinz so einfach über den Weg läuft – und auch noch zu haben ist. Die Bereitschaft, zig Frösche zu küssen – immer in der Hoffnung, einer entpuppt sich als Prinz – ist auch nur bedingt gegeben. Die biologische Uhr tickt nun mal. Und besonders bei einem Kinderwunsch bleibt nicht mehr unendlich viel Zeit zum Testen.

2. Verheiratete Männer haben augenscheinlich gute Partnerschaftsreferenzen

Der Paartherapeut Wolfgang Hantel Quitmann versucht zu erklären, warum Single-Frauen auf Partnersuche nicht vor verheirateten Männern Halt machen. »Frauen unterscheiden zwischen der Kategorie »lustvoller Mann« und der Kategorie von Männern, die sie sich als Väter ihrer Kinder wünschen. An die stellen sie ganz andere Ansprüche: Verlässlichkeit und Verantwortlichkeit werden in der Phase um die 30 deutlich wichtiger als Dinge wie Attraktivität, Sportlichkeit oder permanent aufregende Sexualität.« Reift in einer Frau der Wunsch, eine Familie zu gründen, findet sie treusorgende Familienväter enorm anziehend. Aber selbst, wenn dieser familiäre Gedanke weniger stark ausgeprägt ist, werden Charaktereigenschaften wie Verlässlichkeit und Verantwortungsgefühl mit zunehmendem Alter für Frauen wichtiger. Genügend Zeit sich auszutoben hatten sie all die Jahre zuvor. Nun soll das Schiff langsam in einen ruhigen Hafen gesteuert werden, in dem es weniger turbulent zugeht. Als Geliebte eines verheirateten Mannes mag dies zwar einen Umweg bedeuten und zunächst stürmische Zeiten heraufbeschwören – aber für viele ist dies immer noch eine hinnehmbare Übergangsphase bei dem Versuch, Mr. Right ganz für sich zu gewinnen.

3. Ein verheirateter Mann ist die perfekte, unverbindliche Affäre

Frauen sind im Zuge der Emanzipation selbstbewusster, unabhängiger und sexuell freier geworden. Manche genießen einfach ihr Single-Dasein. Darin durchaus inbegriffen: unverbindlicher Sex. Viele verheiratete Männer versuchen im Gegenzug dazu, in Affären und Seitensprüngen die Gewohnheit beim ehelichen Sex zu kompensieren. Diese Faktoren passen gut zusammen. Sophie (41) schwärmt von ihrer ersten Affäre mit einem verheirateten Mann:Sophie: Zu spüren, wie sehr er mich begehrt, hat mich angemacht. So viel Aufmerksamkeit hat mir noch kein anderer Mann zuvor geschenkt. Ich hatte zwar Schmetterlinge im Bauch, dachte aber nicht eine Sekunde daran, ihn komplett für mich gewinnen zu wollen. Wir haben wundervolle Dinge miteinander gemacht – seine Socken wurden aber zu Hause gewaschen«, Klar – auf vieles, was wir gerne miteinander gemacht hätten, mussten wir verzichten. Ein längerer gemeinsamer Urlaub war nicht drin. Dafür war jede miteinander verbrachte Nacht etwas ganz Besonderes. Manchmal hab ich mir schon vorgestellt, wie ein Leben mit ihm aussehen würde. Der Gedanke, dass ich dann allerdings irgendwann selbst an der Stelle der betrogenen Ehefrau stehen könnte, hat diesen Wunsch jedoch wieder relativiert Eine Affäre endet nicht zwangsläufig in Trennung und neu gefundener Liebe. Im Fall von Sophie war dem auch nicht so. Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich habe weder seine Ehe zerstört, noch bin ICH fremdgegangen. Ich bin ein freier Mensch und kann tun und lassen was ich will. Das schlechte Gewissen bekam er … Ich habe seine Entscheidung, unsere Affäre zu beenden, respektiert. Es gibt auch noch andere Mütter mit schönen Söhnen! Sich einen verheirateten Mann zu angeln heißt also aus Sophies Sicht nicht automatisch, ihn der Ehefrau ausspannen zu wollen. Und wer da eigentlich zuerst die Angel auswirft, ist ohnehin selten so eindeutig zu klären.

4. Poaching – der Reiz des »Wilderns«

Der Begriff »Poaching« kommt aus dem Englischen und bedeutet »wildern«. Die Erkenntnis, die dahintersteckt: Der Mensch ist die höchstentwickelte Form der Primaten. Bei unseren tierischen Artgenossen, den Affen, kann man das Phänomen beobachten, dass die Weibchen nahezu rudelweise einem Alphamännchen hinterherjagen. »Da winkt oft ein richtiger Machtrausch«, erklärt Paartherapeut Klaus Heer aus Bern. »Einer Rivalin den Mann abzujagen, das ist heiß.« Beim Kampf um einen begehrten Mann ist dieses archaische Verhalten auch bei menschlichen »Weibchen« durchaus noch erkennbar. Sie unterstreichen ihre Reize, flirten, senden bewusste und unbewusste Signale, die den begehrten Mann zu einer Reaktion herausfordern sollen. Gelingt das, finden sie darin eine große Selbstbestätigung – besonders natürlich dann, wenn der Mann noch von anderen begehrt wird und vielleicht sogar in einer festen Beziehung oder Ehe steckt. Das Erfolgsgefühl, einen solchen Mann zu »erlegen«, ist nämlich verständlicherweise viel größer als bei einem langjährigen Single. Einem, dem vielleicht sogar schon der Makel anhaftet, sonst keine abbekommen zu haben.

5. Liebe kennt keine Grenzen

Ein Ehering wird oft abwertend als »Fangeisen« bezeichnet. Er signalisiert nach außen: »Ich bin vergeben!« Die Frage ist, wohin fällt der erste Blick einer Frau, wenn sie einen Mann attraktiv findet. Auf den Ringfinger seiner rechten Hand? Tatsächlich passiert das manchmal. Allerdings besteht keine gesetzliche Kontaktsperre zwischen Single-Frauen und vergebenen Männern. »Lukas war mein Sitznachbar auf dem Flug von Deutschland nach Tokio. Er hatte beruflich dort zu tun und ich war auf meiner ersten Single-Reise«, beschreibt Regina (44), wie sie ihre große Liebe kennengelernt hat. »Bei einem 12-Stunden-Flug kommt man aus purer Langeweile fast automatisch ins Gespräch. Natürlich noch viel eher, wenn einem der Sitznachbar gefällt – und Lukas ist wirklich ein toller Mann.« Ein lockeres Gespräch, man lachte zusammen, entdeckte viele Gemeinsamkeiten ... Die Weichen waren gestellt. Ohne eindeutige Absichten bot Tokio-Kenner Lukas Regina an, ihr Stadt, Land und Leute zu zeigen. Und dann kam es, wie es kommen musste. »Wir waren beide wirklich zufrieden mit unserem Leben. Lukas schwärmte geradezu von seiner Familie. Ich war frisch geschieden. Mir begann das Leben in der neu gefundenen Freiheit gerade Spaß zu machen. Trotzdem ist es passiert. Wo die Liebe halt hinfällt – uns hat sie fast erschlagen, als es in einem romantischen Moment zum ersten, ganz ungeplanten, Kuss kam.« Gelegenheit macht Liebe. Ohne, dass Mann oder Frau bewusst am Angeln sind, springt sozusagen ganz unerwartet ein Fisch ins Boot. In einem solchen Moment, stellt sich gar nicht die Frage, ob sich eine Frau einen vergebenen Mann schnappen darf. Die Macht des Schicksals sollte man nie unterschätzen – und wirklich beeinflussen lässt es sich nicht.

6. Der Kampf mit ungleichen Waffen – »Männerklau« mit Vorsatz

Es gibt sie, die berechnende Frau, die ganz bewusst auf der Jagd nach einem gebundenen Mann ist – die vorsätzlich und ohne tiefere Gefühle Ehen und Beziehungen rücksichtslos aufs Spiel setzt. Aus welchen Gründen auch immer. Ob aus schlechten Erfahrungen und Rachegelüsten heraus oder anderen Motiven: Ihr erklärtes Ziel ist es, den Mann als Trophäe zu erlegen. Ein eher seltener Frauentyp, der jedoch einer Beziehung ernsthaft gefährlich werden kann. Denn: Ein neues Schwert ist schärfer als jedes andere, das schon so manche Schlacht geschlagen hat. Neue Besen kehren gut. Und besonders in sexueller Hinsicht hat alles Neue einen unwahrscheinlichen Reiz. Dies ist ein möglicherweise alles entscheidender Vorteil für die Frau, die sich einen vergebenen Mann angeln will. Kommt es zur »Schlacht« um den Geliebten, sind die Karten für die langjährige Partnern schlecht verteilt. Gewiss: Gewohnheit muss keine Schwachstelle einer Beziehung sein. Man sollte sich aber auch nicht in trügerischer Sicherheit wiegen und die Loyalität des Partners als zu selbstverständlich voraussetzen. Schließen Sie nicht von sich auf Ihren Gefährten. Vielleicht ist er nicht so zufrieden, wie Sie es sind, und Sie merken es nur nicht. Diese Unzufriedenheit macht Ihre Partnerschaft oder Ehe angreifbar. Eine Beziehung kann ein Bollwerk sein, an dem sich eine Nebenbuhlerin die Zähne ausbeißt. Dafür muss ihr Schutzwall aber Tag für Tag gehegt und gepflegt werden. Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit sind die natürlichen Feinde dieses Schutzes – und machen es überhaupt erst möglich, dass Eindringlinge von außen die Beziehung gefährden.

Fazit: Darf sich eine Frau einen verheirateten Mann angeln?

Es ist und bleibt wohl eine Gewissensfrage und stark situationsabhängig. Zu viele unterschiedliche Faktoren spielen eine Rolle, um eine allgemeingültige Antwort darauf geben zu können. Was war der Antrieb? Wie hat man sich kennengelernt? War es Vorsatz? War es Schicksal? Hätte man sich dagegen wehren können? War die Beziehung überhaupt noch intakt? Welche Mitschuld haben der Mann oder auch seine Partnerin? Und kann man überhaupt von Schuld sprechen? Diese Fragen sollte man sich stellen, um wirklich von Fall zu Fall ein gerechtes Urteil fällen zu können. Falls das überhaupt nötig ist. Schließlich wird in Deutschland Ehebruch seit dem 01.09.1969 durch die Rechtsprechung nicht mehr sanktioniert – aus gutem Grund.

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