Unserer Buchtipp der Autorin Karin Müller

Hallo, ich liebe ihren Mann. Schattenmenschen ins Rampenlicht!«

Kurzbeschreibung

Stellen Sie sich vor, bei Ihnen klingelt nachmittags das Telefon und eine sympathische Frauenstimme gesteht Ihnen, dass sie Ihren Mann liebt. Finden Sie dieses Szenario absurd? Dann gehören Sie zu den vielen Menschen, für die es unvorstellbar ist, offen über Affären zu sprechen – zumindest wenn es sie selbst betrifft. Genau da setzen Karin Müller und Henri Gutmann an – und fordern: Geliebte, traut euch was!

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An wen richtet sich die Buchempfehlung?

Das fünfte Rad am Wagen sind sie ohnehin, aber oft müssen die Dritten im Liebesbunde auch als Täter herhalten. Das muss sich ändern, finden Karin Müller und Henri Guttmann. Darum haben sie dieses Buch geschrieben, das sich vor allem an Geliebte wendet, die meist zum Schattendasein am Eherande verdammt sind. Schluss damit, fordern die Autoren: Geliebte dieser Welt, traut euch raus aus dem Beziehungsschatten und rein ins pralle Affärenleben! Und zwar ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Schuldgefühle. Ein Mutmachbuch, nicht nur für diejenigen, die sich mit schlechtem Liebesgewissen rumplagen.

Erkenntnisse aus diesem Sachbuch

Drei sind zwar in der Tat einer zu viel, aber alle tragen die Verantwortung. Wie es überhaupt zu Affären kommt, wie prickelnd, aber auch schmerzhaft sie sein können, wann man die Liebesflinte ins Korn schmeißen sollte und wie man vernünftig mit einer Nebenbeziehung umgehen kann, beleuchtet dieses Buch aus verschiedenen Perspektiven, psychologische Erkenntnisse und die Sicht der Betroffenen inklusive. Einen relaxten Umgang mit der Dreierliebe postulieren die Autoren – und geben praktikable Lösungsvorschläge.

Produktinformationen

  • Titel: Hallo, ich liebe ihren Mann. Schattenmenschen ins Rampenlicht!«
  • Gebundene Ausgabe: 77 Seiten
  • Verlag: Violett Verlag Zürich/Schweiz
  • ISBN-10: 978-3-033-03451-8
  • Preis: EUR 9,95

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Ausführliche Beschreibung

Raus aus dem Schatten: Vom Umgang mit Affären

Eine uralte Dreiecksgeschichte neu aufgelegt

Der Klassiker: Mann trifft Frau, es knistert und funkt. Nur leider ist der Mann verheiratet. Trennung kommt zunächst nicht in Frage, es beginnt das altbekannte Hinhaltemanöver. Die Geliebte will Großreinemachen mit der Gattin, der Ehemann erstmal alles beim Alten belassen. Und schon ist sie geboren: Die Schattenfrau, die unsichtbar an der Seite eines verheirateten Mannes dahinvegetiert.

Das muss nicht sein, finden die Journalistin Karin Müller und der Paartherapeut Henri Guttmann. Es geht auch anders. In oben geschildertem Fall empfehlen sie mitnichten duldsames Stillehalten und schicksalergebenes Warten. Sie blasen vielmehr zum Angriff: Ist der Mann zu feige, bequem oder unentschlossen, um für klare Fronten zu sorgen, dann sollte die Geliebte selbst die Initiative ergreifen – und die Ehefrau höchstpersönlich von der außerehelichen Beziehung in Kenntnis setzen.

Schön ist das vermutlich nie, wenn eine Schattenfrau sich der rechtmäßigen Gattin zu erkennen gibt. Aber nötig, das meinen die Autoren. Wer den Mut hat, alle Karten auf den Tisch zu legen, ebnet den Weg für Liebesveränderungen – und zwar auf sämtlichen Seiten. Denn wenn es zu einer Liebesaffäre kommt, ist zuvor schon allerhand passiert. Eheprobleme, Paarlangeweile oder Liebesüberdruss waren meist früher da als die Affäre.

En Garde: Geliebte an die Wahrheitsfront!

Drum lautet der Rat auch sehr plakativ: Weg mit dem ewigen Gejammer und Gezeter – her mit der schonungslosen Ehrlichkeit! Nur Offenheit bringe alle Beteiligten weiter, behaupten die Autoren. Egal, ob man Seitenspringer, Geliebte oder Betrogene ist.

Der Seitenspringer solle den Tatsachen endlich ins Gesicht sehen: Er ist kein Opfer, das im Hormonrausch nicht mehr Herr seiner Sinne war. Die betrogene Ehefrau möge zugeben, dass sie sehr wohl das allmähliche Schwinden der Liebe registriert hat. Und die Geliebte soll ehrlich bekennen, dass das Leben im Eheschatten alles andere als wünschenswert ist. Und alle miteinander sollten schleunigst zu der Erkenntnis finden: Es braucht immer drei, um Affären am Leben zu erhalten.

Sind die Fronten geklärt, können alle irgendwie nach vorne blicken. Nichts spricht gegen eine Dreiecksbeziehung – wenn alle auf ihre Kosten kommen. Keiner kann mit moralischen Bedenken kommen, wenn drei an einem Liebesstrang ziehen und beispielsweise ein Nebeneinander akzeptieren. Dazu gehört aber ein gewisses Maß an Offenheit – und ziemlich viel Mut. Denn auch wenn Affären und Seitensprünge mittlerweile ganz offensichtlich zum Liebesspiel der Erwachsenen gehören, ist die ehrliche und freimütige Auseinandersetzung mit der Situation doch eher die Ausnahme.

Die meisten Seitensprünge beginnen und enden verschwiegen, schreiben Müller und Guttmann. Wenige Paare nehmen eine Affäre zum Anlass, Beziehungsprobleme aufzuarbeiten. Vorherrschend ist die klassische Variante: Einer geht fremd, der andere leidet.

Leider kein Einzelfall: Das Erlöschen der Liebe in Beziehungen

Die postulierte Ehrlichkeit hat ein paar recht gewaltige Haken. Unsere Anspruchshaltung auch in Sachen Beziehung verstellt uns oftmals den Blick auf die Liebesrealität. Wir wollen trotz massiver Beziehungsprobleme uns und anderen lieber Paarharmonie vorgaukeln, als Tacheles zu reden und zuzugeben, dass auch bei uns nicht alles im rosaroten Liebesbereich ist. Seien wir doch ehrlich, fordern die Autoren: Wir alle wissen, dass heutzutage Seitensprünge gang und gäbe sind. Warum also arrangieren wir uns nicht damit?

Feuer brennt nur am Anfang im Kamin, die wenigsten mögen sich das eingestehen. Der Beziehungsalltag, womöglich noch in Kombination mit Nachwuchs, ist Beziehungskiller Nummer eins. Zwischen Windeln, Rasenmähen, Verwandte besuchen und Freunde bekochen bleibt in der Freizeit wenig Muße für ein erotisches Ehestelldichein.

Was spricht also dagegen, wenn sich der ein oder andere mal einen erotischen Leckerbissen gönnt? Wenn beispielsweise das Bedürfnis nach Sex unterschiedlich, die Liebe aber gleich stark ist, könne es für beide Seiten einen Gewinn und eine Entlastung darstellen, wenn der eine sich auf einen legitimierten Seitensprung begibt.

Wir halten ziemlich verbissen an der Monogamie fest, obwohl wir doch alle das Potenzial zur Untreue haben. Umfragen belegen, dass viele um der Liebe (monogamen) Frieden Willen einen Seitensprung hinnehmen würden: 55 Prozent der Männer und 46 Prozent der Frauen sind bereit, dem Partner den Seitensprung zu verzeihen. Diese milde Grundhaltung in Sachen Fremdgehen schlägt sich auch in anderen Zahlen nieder: Lediglich 20 Prozent aller Seitenspringer trennen sich vom Partner und entscheiden sich langfrisitg für ihrer Affäre.

Typisch gibt’s nicht: Variationen aus dem Affärenmenü

Der Druck der gesellschaftlichen Norm halte viele davon ab, sich als Affärenmenschen zu outen, schreiben die Autoren. Wir haben auch ziemlich romantische Vorstellungen von der Liebe und sträuben uns gerne gegen die Einsicht: Wo Liebe ist, da gibt es auch Betrug.

Den oder die typische Fremdgeher/in gebe es nicht, so Müller und Guttmann. Die Varationsbreite sei so groß wie die Gelegenheiten vielfältig. Wer mit seinem Partner eigentlich ganz zufrieden ist, aber viele Möglichkeiten für Affären hat, wird vielleicht eher untreu als jemand, der total unglücklich mit seiner Beziehung ist, dem sich aber keine Gelegenheiten zum Fremdgehen bieten.

Auch die typische Affärenfrau, die klassische Betrogene oder den klassischen Seitenspringer gibt es nicht – keiner ist für eine der drei Rollen prädestiniert. Die Umstände, das Leben, die Liebe drängen uns unter die jeweilige Maske. Entscheidend ist, wie verantwortlich wir mit dem Liebesschlamassel umgehen – wenn wir ihn überhaupt als solchen wahrnehmen.

Tatsache ist: Affären sind nichts für Zartbesaitete. So seltsam das auch klingen mag, aber wer sich außerehelichen Beziehungen widmet, sagen die Autoren, muss hart im Nehmen sein. Das andauernde Schwindeln stresst, das zweigleisige Fahren auf der Schnellspur hat manchmal sogar gesundheitliche Folgen, das ewige Versteckspiel kann zu einer energieraubenden Langzeitfarce werden.

Gefühle teilen? Geht doch!

Liebe zu dritt ist auf Dauer ein Ding der Unmöglichkeit, meinen viele Psychologen. Wir seien nicht dafür geschaffen, Liebesgefühle zu teilen. Dabei geht das sehr wohl, meinen Müller und Guttmann: Wenn beide Partner sich Liebschaften zugestehen und eine Balance zwischen Offenheit und Geheimnis finden. Diese muss wohl gemerkt sehr gut austariert sein, sonst gerät das Modell der Offenen Beziehung schnell ins Wanken.

Funktionieren kann es beispielsweise, wenn die Bedürfnisse aller, die des Seitenspringers, der Betrogenen und der Geliebten, berücksichtigt werden und man mit der viel beschworenen Offenheit behutsam umgeht. Entweder mit Einverständnis aller Beteiligten, oder aber geheim. Gerade dann sollte man respektvoll mit der Affäre umgehen, sprich: bestimmte Regeln befolgen, keine Ehegeheimnisse ausplaudern, den Partner nicht vor dem Geliebten schlecht machen oder gemeinsam über seine Ahnungslosigkeit lachen.

Und wenn du denkst es geht nicht mehr: Affären beenden

Bevor eine Affäre verhängnisvoll wird, raten Müller und Guttmann zum Ausstieg, so schwer einem das auch fallen mag. Wird die Affäre zur Sucht, ist er ebenso ungesund für alle Beteiligten wie eine notorische Seitensprungjagd. Dann sollte es heißen: Nichts wie raus hier. Aber wie kann das gelingen?

Selbst rausfinden, lautet die Devise. Oder besser noch: Drum prüfe, wer sich affärenmäßig binde. Man solle sich über die Risiken eines Seitensprunges stets bewusst sein und sich möglichst frühzeitig Gedanken darüber machen, wie man sich eigentlich wirklich in seiner Rolle als Seitenspringer, Geliebte oder Betrogene fühlt.

Beziehungsmodelle gibt es noch und nöcher, jeder hat heutzutage die Chance, für sich selbst die Form der Liebe zu suchen und zu finden, die ihn am meisten befriedigt. Für manche ist das eben die Liebe zu dritt, die Affäre, der Seitensprung. Und je offener man selber damit umgeht, umso schöner kann es für alle Beteiligten werden. Zumindest theoretisch.

 

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