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Frauen und Männer berichten über ihre ausgefallenen sexuellen Neigungen
sexuelle Fantasien

Sexuelle Neigungen – Das Anderssein hat viele Facetten

Außergewöhnliche sexuelle Neigungen einer moralischen Wertung zu unterziehen, ist unmöglich, weil es keine objektiven Kriterien gibt. Nur das subjektive Empfinden, und das ist bekanntlich verschieden. Wie vielfältig die sogenannten »Perversionen« sind, zeigen einige Zitate von Menschen mit speziellen Vorlieben:
»Es erregt mich, im Menschengedränge, z.B. bei Konzerten dicht an fremden Frauen vorbeizugehen, mich an ihnen zu reiben und dabei heimlich zum Orgasmus zu kommen.« Mann, 26
»Mein Mann und ich lassen die Kamera mitlaufen, wenn wir Sex haben, und inszenieren unsere eigenen Pornos. Die tauschen wir dann mit einem befreundeten Paar aus und schauen uns deren Filme an. Manchmal treffen wir uns zu einer privaten 4er-Swingerparty. Ich finde es toll zu sehen, wie die andere Frau vor meinem Mann kniet und ihm einen bläst.« Frau, 31
»Ich liebe Sex im Freien, weil wir uns dabei gegenseitig anpinkeln können, gerne auch in den Mund.« Frau, 31
»Mein Freund und ich spielen eine Entführungsphantasie in allen Details durch, bei der ich von ihm überfallen, gefesselt, geschlagen und zum Sex gezwungen werde. Irgendwann kann ich mich befreien und die Rollen werden vertauscht. Wir haben ein Schlüsselwort vereinbart, für den Fall, dass sich einer von uns unwohl fühlt oder Schmerzen hat. Dann wird sofort abgebrochen. Bisher kam das aber noch nie zum Einsatz, das Rollenspiel ist für uns beide der absolute Kick.« Frau, 32
»Frauen in hauchdünner schwarzer Latexkleidung.« Mann, 30
»Ich lasse mich von meiner Herrin fesseln, mir die Augen verbinden und als Sexobjekt benutzen. Dabei darf ich erst zum Höhepunkt kommen, wenn meine Herrin es mir gestattet.« Mann, 52
»Mich macht es scharf, wenn ich zusehen kann, wie meine Frau sich von zwei fremden Männern im Club ficken lässt und dabei total abgeht.« Mann, 39
»Eine Frau beim Anziehen und Schminken beobachten und mich dabei befriedigen. Etwas Geileres gibt es für mich nicht.« Mann, 34
»Mein Freund und ich legen großen Wert auf gute Umgangsformen. Außer im Bett. Hier haben wir entdeckt, dass es unendlich geil ist, wenn wir uns gegenseitig auf vulgäre, harte Weise verbal anheizen und versaute Sachen stöhnen.« Frau, 28
»Gynäkologische Doktorspiele. Ich bin der Arzt, meine Partnerin die Patientin, ihre Freundin spielt die Assistentin oder die entrüstete Zuschauerin. Wir haben uns sogar den passenden Untersuchungsstuhl gekauft.« Mann, 38

Auch wenn einige von Ihnen beim Lesen jetzt rote Ohren bekommen oder sich entsetzt abwenden: Es gibt ebenso viele, die sich in diesen Aussagen wiedererkennen, weil sie diese Vorlieben teilen!

In der Psychoanalyse gilt ein Mann als pervers, der nur durch Einbeziehung eines nicht-sexuellen Fetisches eine Erektion bekommen kann. Ein klassisches gemeinsames Sexualleben, wie es nach unseren Spielregeln als normal bezeichnet wird, ist unter diesen Umständen nicht möglich. Doch »schlimm« ist das keineswegs, solange es Gleichgesinnte gibt, mit denen sich der persönliche Tick ausleben lässt.

Zugegeben, manches klingt so, dass sich Außenstehenden der Magen umdreht. Zum Beispiel die Vorstellung, Exktremente beim Sex einzubeziehen oder Urin zu schlucken. Doch jemanden zu verurteilen oder als krank abzustempeln, der daraus einen Lustgewinn zieht, wäre diskriminierend und engstirnig. Sexuelle Neigungen wie diese sind im wahrsten Sinne des Wortes Geschmackssache. Gesundheitsschädlich, wie manche Moralapostel gerne behaupten, sind Natursekt-Praktiken übrigens nicht! Vorausgesetzt, alle Beteiligten sind gesund. Die gesundheitlichen Risiken sind bei einer Fahrt in der vollbesetzten U-Bahn im November deutlich höher...

Dieser Artikel hat 3 Seiten. Lesen Sie auch . . .

Seite 1: Ausgefallene sexuelle Vorlieben: genussvoll oder pervers?
Seite 2: Frauen und Männer berichten über ihre ausgefallenen sexuellen Neigungen
Seite 3: Vom Umgang mit Perversionen im Alltag

Welche ausgefallenen sexuellen Vorlieben und Fantasien sind für Sie »normal« und welche eher »außergewöhnlich«? Kommentar schreiben
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Volker Neukirchner || 24.09.2013 15:21:54

Sadomie, Verhalten, "Abweichendes Verhalten" Reize und Umwelt machen Mann und Frau zum Krüppel. Die Spielarten und Normen sind besetzt in mehrfacher Hinsicht durch amoralischen Aufsatz der Justiz und Recht und durch die Begehung des selbigen andersherum infantil bewußt gesteuert manipuliert in sadistischen Spielarten und sado masochistischem Reagenz der Ausgrenzung in Schlitzer und Fliesenleger Spiegel verkehrte monotheistischer Anspielungen. Der Körper funktioniert immer im Stoff also im direkten indirekten materiellen und immateriellen sadistischen esoterischen Angebot.

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Richtigstellung || 15.09.2011 14:00:07

Im Artikel wird behauptet, Sodomie sei verboten. Meines Wissens wurde das Verbot schon vor Jahrzehnten aufgehoben. Es ist nur strafbar, wenn dem Tier Zwang/Schmerz angetan wird oder wenn es gefilmt/geknipst und verbreitet wird. Nekrophilie ist nur insoweit strafbar, wenn der §168 anwendbar ist, d.h. es sich um Leichen oder Leichenteile im Sinne des Bestattungsgesetzes handelt. Es ändert nichts wenn man versucht, eigene Moralvorstellungen als aktuelle Gesetzeslage darzustellen!

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