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SEITE 4: In nahezu allen Gesellschaftsschichten wurde und wird Ehebruch begangen
Treue in Kurzzeitbeziehungen

Der Partner, mein Besitz: Von Eifersucht und Besitzansprüchen

Ob sexuelle Treue tatsächlich die wichtigste Voraussetzung für den Bestand einer Partnerschaft oder einer Ehe ist, lässt sich aufgrund all dieser Erkenntnisse durchaus bezweifeln. Vielmehr beschwört die Liebe oft ein gewisses Besitzdenken herauf; wenn der Partner jedoch als Besitz betrachtet wird, ist Eifersucht vorprogrammiert.

Dazu kommt es nicht nur, wenn einer der beiden Partner sich tatsächlich in eine Affäre stürzt; je nach individuellem Empfinden kann Eifersucht schon dann ein Problem werden, wenn Mann und Frau in diesem Bereich grundsätzlich andere Vorstellungen haben. Wenn die Frau etwa gern mit anderen Männern ausgeht, hat sie dabei nicht unbedingt Hintergedanken. Ist der Mann jedoch nicht mit diesem Verhalten einverstanden, führt das Besitzdenken schnell zu Problemen, die in jedem Fall so früh wie möglich angesprochen werden sollten. Ganz allgemein ist eine Partnerschaft also immer auch eine Gratwanderung zwischen Besitzanspruch und Freiheitsstreben. In der heutigen Zeit ist vielen Menschen die persönliche Freiheit besonders wichtig, so dass der chronisch unterdrückte Wunsch nach Abwechslung oft übermächtig wird.

Der Soziologe und Philosoph Sven Hillenkamp schreibt über genau dieses Problem in seinem Buch Das Ende der Liebe: Männer und Frauen suchen sich den passenden Partner zu ihrem jeweiligen Lebensziel aus. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass wechselnde Ziele häufig auch wechselnde Partnerschaften mit sich bringen. »Stellt sich heraus, dass der Aktuelle zwar gut im Bett ist, aber nicht über Gefühle redet, dann verlassen sie diesen, um jenen zu finden, mit dem man auch gut reden kann«, beschreibt Hillenkamp dieses Phänomen.

Insgesamt ist es also kaum möglich, ein allgemein gültiges Rezept für eine glückliche Partnerschaft zu finden. In welchem Maße der eigene Partner als Besitz betrachtet wird, ist in jedem Fall anders. Zudem spielt es auch eine große Rolle, wieviel Verständnis beide Partner für das gegenseitige Besitzdenken aufbringen und wieviel Eifersucht sie gegenseitig tolerieren.

Eines jedoch steht fest: Aufrichtige Liebe und Besitzdenken schließen sich gegenseitig aus. Wenn die Eifersucht überhand nimmt und die Liebe in den Hintergrund rückt, weil es nur noch darum geht, den eigenen Besitz zu verteidigen, ist das Ideal einer Partnerschaft verloren gegangen. Selbst dann, wenn der Partner noch gar nicht untreu war, sorgt die ständige Anspannung oft dafür, dass es zu einem Seitensprung kommt – hier geht es dann in erster Linie darum, außerhalb der eigenen Beziehung das Ideal der romantischen Liebe wiederzufinden.

Um derartige Probleme zu umgehen, sollten Mann und Frau so früh wie möglich darüber sprechen, wenn das Besitzdenken des Partners zur Belastung für die Beziehung zu werden droht. Wer die Motive, die hinter diesen Gedanken stehen, tatsächlich versteht, wird eher Verständnis dafür entwickeln. Wie so oft gilt also auch in diesem Fall, dass ausführliche Gespräche das Geheimnis einer glücklichen Partnerschaft sind. Ob das tatsächlich zu einer lebenslangen Monogamie führt, lässt sich kaum sagen – hier spielen schließlich noch viele andere Faktoren eine Rolle. Immerhin wird auf diese Weise jedoch die aktuelle Partnerschaft gestärkt, der Reiz des Neuen nimmt deutlich ab, wenn zu Hause nicht viele ungelöste Probleme warten.

Seite 1: Ehebruch – wenn der Partner fremdgeht
Seite 2: Worin liegt die WAHRE Treue zwischen Mann und Frau?
Seite 3: Das Ideal der Monogamie: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Seite 4: Der Partner, mein Besitz: Von Eifersucht und Besitzansprüchen

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