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SEITE 1: Warum die Feiertage zur Belastungsprobe für die Liebe werden können
Beziehungskrise an Weihnachten

Wenn unterm Weihnachtsbaum die Beziehungslichter ausgehen

Ach, es könnte doch alles so schön sein: Endlich mal wieder Zeit gemeinsam verbringen, bei gutem Essen und romantischem Kerzenschein. Man überreicht sich Geschenke, die von tiefer Liebe künden, man schwelgt in Harmonie. Ja, schön wäre das in der Tat. Leider sieht es in der Realität bisweilen ganz anders aus. Umfragen zufolge graut es mehr als 40 Prozent der Deutschen vor dem Fest der Liebe, die Hälfte aller Menschen ist froh, wenn Weihnachten endlich vorbei ist. Und die Trennungsrate schnellt in den ersten Januartagen nach oben, für manche Paare wird das Christfest also anscheinend sogar auch zum Superbeziehungscrash. Komisch eigentlich, wo doch Weihnachten das ultimative Fest der Liebe ist. Wenn Sie die kritischen Knackpunkte für Konflikte erkennen, können Sie sich jetzt noch für die Feiertage wappnen!

Feiertage als großes Liebesrisikoy

Schon Johann Wolfgang von Goethe wusste, dass nichts schwerer zu ertragen ist, als eine Reihe von guten Tagen. Auch wenn der berühmte Dichter damit keineswegs die Weihnachtsfeiertage zu zweit meinte, brachte er doch Entscheidendes auf den Punkt: Das Fest der Liebe kann erstaunlicherweise eine ziemlich riskante Zeit für Paare sein.

Denn gerade an Weihnachten setzen wir uns selbst unter Druck mit übertriebenen Erwartungen. Wir wollen, dass alles perfekt ist und sehnen uns nach dem kuscheligen, stimmungsvollen, besinnlichen Familienerlebnis. Da ist die Fallhöhe dann recht hoch, wenn nicht alles so klappt, wie wir uns das vorstellen und wünschen. Dann kommt die große, böse Ernüchterung, wenn das Fest vor allem Stress und Auseinandersetzungen bringt statt Glückseligkeit pur.

Lichterglanz am Baum, Feuersbrunst in der Beziehung

Besonders unausgesprochene Beziehungskonflikte entladen sich am Fest gerne mit besonderer Wucht. Ärger, den man das ganze Jahr mit sich rumgetragen, aber nie zur Sprache gebracht hat, bricht explosionsartig hervor – weil im ganzen Vorbereitungs- und Feierstress die Nerven sowieso höchst angespannt sind. Und weil die oft ebenso unterschiedlichen wie überzogenen Erwartungen an ein schönes und harmonisches Fest ständig enttäuscht werden. Das entlädt sich dann in Vorwürfen im Stil von »Wenigstens an Weihnachten könntest Du mir mal helfen!«.

Beziehungsberater empfehlen in solchen Situationen: Probleme immer gleich mit Ihrem Partner klären – nicht erst an Weihnachten. Und wenn sich Einiges angestaut hat, verschieben Sie die Aussprache besser. Und zwar auf eine weniger kritische Zeit, nämlich die nach den Feiertagen. So nehmen Sie den Druck aus der Situation, laufen aber nicht vor Problemen weg.

Weihnachtsgäste, Festessen, Dekoration: die größten Konfliktpotenziale

Umfragen zufolge streiten 31 Prozent der Paare darüber, wie und mit wem Weihnachten verbracht wird, 17 Prozent über die Dekoration und sechs Prozent über das Festessen. Der Grund: Die meisten Menschen sind in ihrer Kindheit mit unterschiedlichen Traditionen aufgewachsen. Und sie reagieren auch als Erwachsene noch wie Kinder: enttäuscht, wenn diese Traditionen nicht weitergeführt werden.

Da hilft nur: reden, reden, reden. Erklären Sie Ihrem Partner, warum Ihnen bestimmte Traditionen und Rituale wichtig sind – und seien Sie dabei offen für Kompromisse.

Sie dekorieren den Baum mit Ihrem geliebten Lametta und im Gegenzug lassen Sie sich auf sein Familien-Weihnachtsessen ein und probieren zumindest mal von der leckeren Kalbszunge. Oder Sie verzichten eben auf Lametta. Wie Sie sich auch entscheiden, denken Sie immer daran: Das nächste Weihnachten kommt bestimmt – und dann können Sie den Spieß umdrehen.

»Darf ich vorstellen...« – lieber nicht an Weihnachten!

Eine kleine Warnung, wenn die Liebe noch ganz frisch ist: Das erste gemeinsame Weihnachten ist keine günstige Gelegenheit, um zum ersten Mal die Schwiegereltern zu treffen. Der Druck ist einfach zu groß. Vertagen Sie sich auf die Zeit nach den Feiertagen. Dann haben in der Regel alle mehr Ruhe – und das Kennenlernen verläuft in entspannterer Atmosphäre.

Und auch ein Weihnachten allein hat unter Umständen seinen Reiz. Laut einer britischen Studie ist die These vom sogenannten Single-Blues jedenfalls nicht unbedingt haltbar: Ein Drittel der Befragten wünscht sich die Freiheit als Einzelgänger, zumindest an Weihnachten. Die Erklärung dafür: Die vielen Verpflichtungen machen gerade den Dezember zwangsläufig zu einer kompromissreichen Zeit, die manchen überfordert.

Sollte Ihnen ein Weihnachtsfest solo bevorstehen, dann fokussieren Sie nicht auf das, was Ihnen fehlt. Nutzen Sie Ihre Unabhängigkeit. Packen Sie die Weihnachtszeit bei den Hörnern und daten Sie soviel sie können! Denn so kann diese Zeit zur romantischsten und aufregendsten Zeit des Jahres werden – sei es nun eine heiße Affäre oder vielleicht sogar etwas mehr.

No Sex: die weihnachtliche Lustflaute

Für das Sexleben in Beziehungen bedeutet die Weihnachtszeit dagegen oft wenig Gutes. Umfragen zufolge sagen sieben von zehn Männern, dass ihr Liebesleben jährlich im Dezember seinen Tiefpunkt erreicht. 90 Prozent der Frauen geben zu, dass ihr Appetit auf Sex vor den Feiertagen ins Bodenlose sinkt. Warum diese Unlust gerade am Fest der Liebe? Weil Weihnachten eben so verdammt stressig sein kann.

Und auch hier macht sich der kleine große Unterschied wieder bemerkbar: Während Männer fehlenden Sex beklagen, denken Frauen an alles, nur nicht an das eine. Denn anders als Männer haben Frauen Lust auf Sex, wenn sie entspannt sind. Männer dagegen wollen gerade Sex, um zu entspannen. Das passt naturgemäß nicht zusammen. Aber auch hier gilt: Sowohl Frauen als auch Männer sollten sich immer darüber klar sein, dass ihre Bedürfnisse evolutionsbedingt, situationsbedingt und emotionsbedingt grundverschieden sein können.

Dieser Artikel hat 2 Seiten. Lesen Sie auch . . .

Seite 1: Wenn unterm Weihnachtsbaum die Beziehungslichter ausgehen
Seite 2: Last-Minute-Tipps für friedliche Paarweihnachten

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