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SEITE 9: Nie mehr Zweite sein – von der Geliebten zur Liebe
von der Geliebten zur Liebe

Falle Nr. 8: Falsche Dankbarkeit

»Paula hat mir alles zu verdanken. Ihren Wohlstand, ihren Geschmack und ihren Lebensstil. Sie darf nie vergessen, wo ich sie hergeholt habe. Daran erinnere ich sie jedes Mal, wenn sie von einer Trennung redet. Sie schuldet mir Dank.« Prof. Dr. Gerti Senger stellte in ihren Studien fest, dass vor allem verheiratete Männer dazu neigen, ihren heimlichen Geliebten solche Dankbarkeits-Fallen aufzustellen. Die Frauen treten arglos hinein – und hängen fest.

Dabei muss es sich nicht gleich um ehemalige Prostituierte handeln, wie im Eingangsbeispiel. Der verheiratete Firmenchef, der seiner jüngeren Geliebten bei ihrer Karriere behilflich ist, arbeitet manchmal mit ähnlichen Mitteln, um die Schattenfrau an sich zu binden. Oder der Chefarzt, der die Medizinstudentin im Schongang durch den anstrengenden Alltag eines Klinikums schleust, damit sie die Praktika und Prüfungen möglichst stressfrei übersteht. Wendet sich die Geliebte dann einem anderen Mann zu, kann es der verheiratete Geliebte kaum fassen. Warum bleibt die Schattenfrau nicht aus lauter Dankbarkeit ein Leben lang bei ihm? Der verletze Stolz und die gekränkte männliche Eitelkeit brechen sich in Form spitzer, ätzend scharfer Herabwürdigungen Bahn – oder in handfesten Racheakten. Wer es schafft, einer Geliebten berufliche Vorteile zu ermöglichen, kann diese schließlich auch jederzeit wieder rückgängig machen oder ins Gegenteil verkehren!

Das Fiese: Es funktioniert. Viele Schattenfrauen fühlen sich tatsächlich verpflichtet, die Beziehung weiterzuführen, obwohl sie längst anderweitig verliebt sind. Gerti Senger: »Uns saßen viele Frauen und Männer gegenüber, von denen einer lebenslangen Dank einklagte und der andere das Gefühl hatte, seinen Dank schon abgestattet zu haben.«

Falls Sie sich in dieser Falle befinden: Machen Sie sich bewusst, dass Ihre Bindung nicht auf Liebe, sondern auf Verpflichtungsgefühl basiert, und beenden Sie die Beziehung. Wer sich immer wieder auf Dankbarkeit beruft, klebt in der Vergangenheit fest. Das erzeugt irgendwann Aggressionen, weil es einen lebendigen, zukunftsorientierten Dialog verhindert. So weit sollten Sie es nicht kommen lassen.

Und falls Sie gerade darüber nachdenken, mit einem Vorgesetzten eine heimliche Affäre zu beginnen: Lassen Sie es! Trennen Sie unbedingt Berufliches und Privates. Kein noch so guter Sex ist es wert, dass Sie sich deshalb Ihr Liebes- und Berufsleben verbauen! Wenn schon Schattenliebe, dann bitte weit, weit weg von allem, was nach Arbeit riecht.

Dieser Artikel hat 11 Seiten. Lesen Sie auch . . .

Seite   1: Schattenbeziehungen: Zehn tückische Fallen, die Sie kennen sollten!
Seite   2: Falle Nr. 1: Hoffnung auf ein Happy End
Seite   3: Falle Nr. 2: Investitions-Irrtum
Seite   4: Falle Nr. 3: Abwehrmechanismen und Selbsttäuschung
Seite   5: Falle Nr. 4: Selbstkränkung und Kleinmachen
Seite   6: Falle Nr. 5: Angst vor dem wahren Leben
Seite   7: Falle Nr. 6: Bindung durch unvereinbare Merkmale
Seite   8: Falle Nr. 7: Abschiedssex
Seite   9: Falle Nr. 8: Falsche Dankbarkeit
Seite 10: Falle Nr. 9: Zuviel des Guten
Seite 11: Falle Nr. 10: Schuldgefühle und Abhängigkeit

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