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SEITE 7: Nie mehr Zweite sein – von der Geliebten zur Liebe
von der Geliebten zur Liebe

Falle Nr. 6: Bindung durch unvereinbare Merkmale

»Ich kann mich mit meinem Partner nicht öffentlich sehen lassen, das gäbe einen Skandal!« »Würde ich mich mit meiner Geliebten zeigen, wäre ich meinen Job los.« »Wenn jemand wüsste, was mein Geliebter beruflich macht, würde mich das gesellschaftlich vernichten.« Diese Sätze stammen ausnahmsweise nicht aus den Studien von Gerti Senger, sondern aus einem einschlägigen Internetforum.

In diese Falle tappen Frauen ebenso häufig wie Männer. Sie suchen sich einen Liebeskandidaten, der optisch, beruflich oder anderweitig so aus dem Rahmen fällt, dass er im sozialen Umfeld des Betreffenden schon fast als Freak bezeichnet würde – sofern er dort je in Erscheinung träte. Genau das vermeidet der bzw. die Geliebte konsequent und führt die Beziehung im Schatten der Heimlichkeit. Keine gemeinsamen Auftritte bei Partys oder Geschäftsessen, keine gemeinsamen Freunde. Niemand weiß von der Beziehung. Als Grund für die Heimlichtuerei müssen immer wieder die Unzulänglichkeiten des/der Geliebten herhalten.

Die brutale Wahrheit: Es geht gar nicht um die Unzulänglichkeiten des Partners, sondern um die eigenen. Der/die Geliebte tendiert dazu, sich an Menschen zu binden, die überhaupt nicht ins eigene Leben passen und ihnen in vielen Fällen nicht ebenbürtig sind. Das Unterbewusstsein sucht nach Partnern »Zweiter Wahl«, um die eigenen Minderwertigkeitsgefühle damit kaschieren zu können. Plakatives Beispiel: Ein Mann, der ein Problem mit seiner Figur hat, sucht sich eine deutlich korpulentere Geliebte, um sich neben ihr schlank zu fühlen. Klingt primitiv, ist aber leider genau das Muster dieser Falle. Eine junge Jurastudentin, die weder Studium noch Staatsexamen bewältigt und gleichzeitig aus allen Nebenjobs gefeuert wurde, sucht Trost bei einem verheirateten und wegen Betruges verurteilten ehemaligen Geschäftsmann. Warum? Weil ihr eigenes Scheitern dann weniger belastend wirkt.

Sie glauben, so berechnend kann kein Mensch sein? Da haben Sie Recht – diese »Berechnung« findet unbewusst statt. Sie fühlt sich an wie Verliebtheit und ist gerade deshalb eine so heimtückische Falle. Denn das unbewusste Beginnen und anschließende bewusste Verheimlichen der Beziehung inklusive der damit verbundenen psychologischen Nutzeffekte sorgt für Schuldgefühle. Diese verhindern eine Trennung.

Gerti Senger: »Die Anziehungs- und Abstoßungskräfte halten sich die Waage. Für einen totalen Bruch ist zu wenig Ablehnung da, für ein eindeutiges Ja zu wenig Begeisterung. Der angeblich falsche Partner ist also insofern der Richtige, weil er persönliches Wachstum und Reifung nicht herausfordert.«

Dieser Artikel hat 11 Seiten. Lesen Sie auch . . .

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Seite   4: Falle Nr. 3: Abwehrmechanismen und Selbsttäuschung
Seite   5: Falle Nr. 4: Selbstkränkung und Kleinmachen
Seite   6: Falle Nr. 5: Angst vor dem wahren Leben
Seite   7: Falle Nr. 6: Bindung durch unvereinbare Merkmale
Seite   8: Falle Nr. 7: Abschiedssex
Seite   9: Falle Nr. 8: Falsche Dankbarkeit
Seite 10: Falle Nr. 9: Zuviel des Guten
Seite 11: Falle Nr. 10: Schuldgefühle und Abhängigkeit

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