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SEITE 2: Nie mehr Zweite sein – von der Geliebten zur Liebe
von der Geliebten zur Liebe

Falle Nr. 1: Hoffnung auf ein Happy End

»Immer, wenn wir Schluss gemacht haben, war es nicht wirklich. Bei jedem Bruch habe ich die Hoffnung gehabt, dass es noch einmal gut wird.« Diesen Satz zitiert Gerti Senger als typische Aussage einer Geliebten, die in einer Schattenbeziehung festhängt. Es ist menschlich, an ein harmonisches Ende glauben zu wollen. Selbst in einer Situation, die widersprüchlicher nicht sein könnte.

Einerseits wurde die Schattenbeziehung begonnen, um dem gefühlsarmen Alltag oder einer erkalteten Ehe zu entfliehen – jedenfalls von einem der Beteiligten. Andererseits sehnen die heimlichen Liebenden sich nach genau diesem Zustand: Zweisamkeit, Alltag, Stabilität. Wie geht das zusammen? Gar nicht. Genau aus diesem Widerspruch entspringt die Hoffnung, die Schatten- und Dreiecksbeziehungen über Jahre hinweg aufrecht erhält.

Die betrogene Ehefrau spürt genau, dass etwas faul ist, doch sie schweigt aus Angst vor Konfrontation oder Veränderung und hofft darauf, dass alles von allein irgendwie gut werden wird. Die heimliche Geliebte sehnt sich nach einer echten Beziehung, obwohl diese strikt ausgeschlossen ist und hofft, dass das Unmögliche eines Tages doch geschieht. Die ständigen Trennungen und Versöhnungen kosten viel Kraft, doch sie sorgen auch für den emotionalen Kick, der wie eine Droge wirkt und die Fortsetzung der Schattenbeziehung ermöglicht.

Auch der männliche Geliebte hofft. Darauf, dass er weiterhin die beiden Elemente seines Doppellebens ohne allzu große Verletzungen und Gewissensbisse vereinbaren kann. Darauf, dass er weder von seiner Ehefrau noch von seiner Geliebten verlassen wird. Weil in vielen Fällen das Beziehungsdreieck der einzige Zustand ist, der eine erkaltete Ehe stabilisiert. Wäre die Geliebte als ausgleichendes Element nicht mehr vorhanden, würde die Fortsetzung der Ehe sich schwieriger gestalten. (Lassen Sie diesen Satz auf sich wirken, liebe heimliche Geliebten: Durch Ihre Zuwendung stabilisieren Sie die Ehe Ihres Schattenmannes!)

Selbst eine glückliche »Zweite Geige« hofft. Einerseits darauf, dass die Schattenliebe für lange Zeit so unkompliziert und lustvoll bleibt wie zu Beginn. Andererseits darauf, dass ein schmerzfreies Loslassen möglich ist, sollte dem nicht so sein. Nur um festzustellen, dass dies schon nach wenigen Monaten nicht mehr möglich ist, weil die Heimlichkeit, die sexuelle Leidenschaft und der hohe Dramafaktor der Schattenliebe eine spezielle Bindung erzeugt haben, die nur schwer zu lösen ist.

Und noch eine irrationale Hoffnung schweißt die Schattenfrau an ihren Geliebten. Sie hofft, dass die Entscheidung für eine vermeintlich unverbindliche Schattenliebe sie vor den Verletzungen schützt, unter denen zeitgleich die Ehefrau des Schattenmannes zu leiden hat: Vertrauensbruch, Betrogenwerden, Unsicherheit, Eifersucht, Zukunftsängste, Ohnmachtsgefühle. Die Geliebte hofft, durch eine heimliche Schattenliebe diesen Gefahren aus dem Weg zu gehen, indem sie eine echte Zweitbeziehung vermeidet. Auch diese Hoffnungen zerschlagen sich, spätestens dann, wenn der Geliebte sich einer weiteren Schattenfrau zuwendet oder sich entscheidet, zu seiner Frau zurückzukehren. Unerfüllbare Hoffnungen auf allen Seiten. Diese Hoffnungen können aus Angst vor Verletzungen oder Veränderungen so übersteigert und dramatisiert werden, dass daraus Tagträume werden.

Gerti Senger empfiehlt Schattenfrauen, Ehefrauen und Geliebten, den folgenden Gedankengang täglich ins Bewusstsein zu holen: »Leben ist Veränderung. Wachstum und ständiges Zupacken. Die Voraussetzung dafür ist Loslassen. Wenn Sie sich dazu nicht aufraffen, haben Sie nicht die Hände frei, um zu nehmen, was Ihnen zustünde und was Ihnen das Leben bieten könnte. Vorausgesetzt, Sie lassen los und flüchten nicht mehr in die Scheinwelt Hoffnung machender und betäubender Tagträume, liegt das Leben in Ihrer Hand.«

Dieser Artikel hat 11 Seiten. Lesen Sie auch . . .

Seite   1: Schattenbeziehungen: Zehn tückische Fallen, die Sie kennen sollten!
Seite   2: Falle Nr. 1: Hoffnung auf ein Happy End
Seite   3: Falle Nr. 2: Investitions-Irrtum
Seite   4: Falle Nr. 3: Abwehrmechanismen und Selbsttäuschung
Seite   5: Falle Nr. 4: Selbstkränkung und Kleinmachen
Seite   6: Falle Nr. 5: Angst vor dem wahren Leben
Seite   7: Falle Nr. 6: Bindung durch unvereinbare Merkmale
Seite   8: Falle Nr. 7: Abschiedssex
Seite   9: Falle Nr. 8: Falsche Dankbarkeit
Seite 10: Falle Nr. 9: Zuviel des Guten
Seite 11: Falle Nr. 10: Schuldgefühle und Abhängigkeit

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