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SEITE 6: Raus aus dem Schatten – 10 befreiende Schritte
von der Geliebten zur Liebe

Schritt 5: Aktives Sorgenmanagement

Wir sind wirklich verkorkst. Schon als Kind lernen wir, dass Liebe untrennbar mit Sorgenmachen verknüpft sein soll. Eine Mutter ist in Tränen aufgelöst, weil sie sich Sorgen um ihr geliebtes Kind macht. Manche Eltern schlagen ihre Kinder und behaupten, sie zu lieben. Frauen schnüffeln ihren Männern hinterher und behaupten, es sei aus Sorge und Liebe. Männer belügen ihre Frauen. Ebenfalls aus Liebe. Verrückte Welt.

Kennen Sie diese ambivalenten Verknüpfungen? Dann werden Sie auch wissen, dass sie besonders häufig in Schattenlieben anzutreffen sind. Liebe ist dabei ganz eng mit Leiden, Tränen, Schmerz, Ängsten und Lügen verbunden. Nach einer Weile glauben Sie sogar selbst, das müsse so sein. Die Folge: Selbst banale kleine Probleme werden zu drückenden Sorgen. Weil Sie nicht mehr wissen, wie Sie Ihre Gefühle einzuordnen haben. In einer Schattenbeziehung verlieren Frauen und Männer mit der Zeit den Maßstab, was Problem-Dimensionierung angeht. Der »Katastrophismus« macht sich breit und sorgt für schlaflose Nächte. Die Heimlichkeit einer Schattenbeziehung spielt hier eine entscheidende Rolle. Indem Sie nicht über Ihre Sorgen reden, erlauben Sie ihnen, immer stärker zu werden. Im Schatten einer Dreiecksbeziehung gedeihen Sorgen besonders gut, die Heimlichkeit und Lügen sind wie Dünger, der sie ins Monströse wachsen lässt.

Gerti Senger: »Sorgenvoll zu sein ist nicht grundsätzlich ein Fehler. Entscheidend ist, ob Sie mit Ihren Sorgen selbstschädigend umgehen oder nicht.« Als selbstschädigend hat der US-Forscher James Blumenthal folgende vier Faktoren benannt: besonders intensives Reagieren auf negative Ereignisse, das Zurückführen von Problemen auf eigenes Versagen, die Neigung zum Grübeln und das Verheimlichen von Ängsten und Sorgen, sprich, das Aufrechterhalten einer Fassade.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Vor allem das mit der Fassade? Kein Wunder. Als Geliebte sind Sie praktisch dazu gezwungen. Das Sorgenmachen gehört zu Ihrem Alltag als heimliche Schattenliebe. Kommt das Geheimnis ans Licht? Wie geht es weiter? Was will er? Was will ich? Weiß es seine Frau? Was, wenn es mein Mann rauskriegt? Was sage ich, wenn mich jemand fragt, was ich letzte Nacht in diesem Hotel verloren hatte usw. Dass aus dem Thrill der Heimlichkeit ein Feedback-Effekt für Ihre Persönlichkeitsentwicklung werden könnte, wussten sie natürlich am Anfang vor lauter Verliebtheit nicht. Nun wissen Sie es. Also werden Sie aktiv!

Lassen Sie Ihre Sorgen los. »Ent-Sorgen« Sie sich. Aufschreiben, erzählen, diskutieren, singen, schreien, raus damit. Nicht chaotisch und hysterisch, sondern nach einem festen Stundenplan. Reservieren Sie jeden Tag zweimal zehn Minuten, in denen Sie sich mit Ihren Sorgen beschäftigen. Achten Sie darauf, nicht in planloses Kreisdenken zu verfallen, sondern machen Sie eine Liste. Trennen Sie Ihre Sorgen in kleine Päckchen und legen Sie Listen an: konkrete, gegenwärtige Sorgen und abstrakte Zukunftsängste, berufliche und private Sorgen, echte und eingebildete (also Probleme, von denen Sie nur vermuten, dass sie existieren, aber nichts Genaues wissen.) Zerlegen Sie den Sorgenberg in übersichtliche Portionen und suchen Sie nach Lösungen. Versuchen Sie nicht, alles auf einmal zu lösen, sondern widmen Sie sich den einzelnen Fragmenten. Hier gilt ausnahmsweise: Nicht das große Ganze betrachten, sondern die kleinen Bestandteile, Stück für Stück.

Sie werden feststellen, dass die Schattenliebe-Problematik gar nicht mehr so dominant erscheint. Das liegt daran, dass sie als solche gar nicht existiert, sondern sich aus vielen kleinen Mosaiksteinchen zusammensetzt, die nur mittelbar mit Ihrem Geliebten zu tun haben! Diese Erkenntnis ist ungeheuer befreiend. Sie beendet den lähmenden Zustand des Sorgenmachens und lässt Ihnen genug Luft, damit Sie sich mit Lösungsansätzen beschäftigen können.

Dieser Artikel hat 11 Seiten. Lesen Sie auch . . .

Seite   1: Liebe im Schatten: Mit 10 Schritten in die Freiheit!
Seite   2: Schritt 1: Selbstvertrauen aufbauen
Seite   3: Schritt 2: Handeln statt passiv bleiben
Seite   4: Schritt 3: Aussprache oder kaltes Ende?
Seite   5: Schritt 4: Ereignisbrüche annehmen und Resilienz entwickeln
Seite   6: Schritt 5: Aktives Sorgenmanagement
Seite   7: Schritt 6: Trost suchen und finden
Seite   8: Schritt 7: Aufarbeiten statt verdrängen
Seite   9: Schritt 8: Alleinsein ohne Einsamkeit
Seite 10: Schritt 9: Humor als Rettungsanker
Seite 11: Schritt 10: Versöhnung

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pentaton || 01.05.2016 14:24:13

Von Zeit zu Zeit lese ich Artikel zum Thema der Schattenliebe, da ich selbst Betroffene war - 7 Jahre lang. Die Beziehung war eine Aneinanderreihung von Abschieden, die ich betrieben habe. Wie unschwer zu errechnen ist, bin ich viele Male umfgefallen, aber mit jedem Mal wurde es mir ernster. Und als ich dann so weit war, meiner Wege gehen zu wollen, endgültig, da passierte Folgendes: Also, ich mit den besten Wünschen meinen Langzeitgeliebten verabschiedet, traurig aber erleichtert - da meldet sich dieser und teilt mir mit, seine Frau habe eine E-Mail entdeckt und sei beim Anwalt gewesen und er habe auch einen Termin - Ich war platt, jetzt, da ich den Absprung unwiederruflich geschafft hatte, nahm die Geschichte eine Wendung? Mein Geliebter bat mich, hörbar unter Schock, ihm Ruhe und Zeit zu lassen für das, was da jetzt auf ihn zukommen würde. Mein Mitgefühl für ihn war, wie so oft, geweckt und ich sorgte mich, wie es ihm denn ergehen würde bei dem Kampf und was wohl auf mich zukommen würde etc etc etc. Und was soll ich sagen? - Er hat sich einfach nicht mehr gemeldet. Wenn ich das schreibe, kann ich das heute noch nicht wirklich fassen. Er hat sich einfach nicht mehr gemeldet. Ich brauchte Monate, bis mir klar war, dass da keine Information mehr kommen würden. Es brauchte Monate, bis ich akzeptierte, dass das ein Mensch mit mir machte, dem ich vertraut hatte. Das war die schlimmste Zeit in meinem Leben. Aber auch die heilsamste Lektion. Ich empfand es als unnötige Grausamkeit und sehe das heute noch so. Schattenliebe über einen längeren Zeitraum als eine Nacht - davon rate ich jedem ab.

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Sheila || 11.11.2014 19:02:30

Ich möchte mich auch aus dem Schatten befreien. Im Augenblick ist bei uns Funkstille und ich bin froh darüber. Auch ich habe die große Hoffnung, dass es da draußen 'einen' für mich gibt,
Aber erst wenn die Wunden aus dem jahrelangen Schattendasein verheilt sind.

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Brigitte || 07.03.2014 12:57:14

Vielen Dank für diesen wirklich hilfreichen Artikel.
Ich habe es gerade geschafft mich aus meinem Schattendasein zu befreien. Ich habe rigoros die Beziehung beendet, es tut s..weh, doch es ist absolut richtig mein Handeln.
Ich war dabei mich selbst zu verleugnen, jetzt will ich wieder zurück ins Leben will und werde es schaffen.
Vielleicht gibt es ja irgendwo den "Richtigen" meine Hoffnung ihn doch noch zu finden ist noch immer da.
Allerdings erst wenn meine inneren Wunden verheilt sind und ich wieder für eine neue Beziehung bereit sein kann.

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Doris || 08.07.2011 21:24:59

meine Affaire geht nun schon 14 Monate und am Anfang hatte er zeitgleich noch eine 2 Freundin die( als es schon aus war) der Ehefrau auf meinem Wunsch hin beichtete.So erist nun frei aber das war ein Trugschluß er wollte auf einmal nur Freundschaft mit mir, das hielt 3 Monate dann war er wieder entflammt,seit 6 Monaten haben wir tägliche Telefongespräche und wegen der Entfernung(400km) gab es ein paar Treffen letztes >WE habe ich ihn spontan besucht, seine Frau ging an die Tür
ich wußte das sie auch da ist und ich sagte ihr wer ich bin,sie war erleichtert und sehr freundlich zu mir und es kamen viele unschöne Geschehnisse ans Tageslicht, so das sie mir leid tat und ich ihr wohl ebenso, in zwischen sind wir in lockeren Kontakt, den Mann hat sie verlassen
und ich habe seinen Ärger auf mich gezogen und auch keinen Kontakt mehr. ich bin froh über meinen Schritt, das war ich ihr schuldig sie hatt es nur geahnt und er hatte ständig gelogen

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