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SEITE 5: Raus aus dem Schatten – 10 befreiende Schritte
von der Geliebten zur Liebe

Schritt 4: Ereignisbrüche annehmen und Resilienz entwickeln

Warum zerbrechen manche Frauen an einer Trennung, während andere scheinbar mühelos damit fertig werden? Wie schaffen es manche Paare, nach einem massiven Vertrauensbruch wieder zueinander zu finden, während andere sich erst emotional zerfleischen und dann trennen?

Gerti Senger führt diese Unterschiede im Umgang mit Ereignisbrüchen – so heißen Lebenskrisen im Fachjargon – auf Resilienz zurück. Das bedeutet, eine Lebenskrise bewältigen zu können, ohne darin unnötig lange zu verharren oder gar daran zu zerbrechen. Umgangssprachlich könnte man es mit »psychische Robustheit« übersetzen. Senger: »Natürlich stellt sich die Frage, ob Resilienz angeboren ist, sozusagen ein Geschenk des Schicksals, oder ob sie auch erworben werden kann. Resilienz ist auch im Erwachsenenalter noch erlernbar!«

Was so einfach klingt, ist Knochenarbeit. Sie beginnt damit, dass Sie vor Krisensituationen nicht die Augen verschließen dürfen, sondern lieber mit beiden Füßen hineinspringen sollten. Leider wurden in den letzten 20 Jahren sogenannte Motivations-Workshops modern, in denen eine naive »denk positiv und alles ist toll«-Haltung propagiert wird, die man sich innerhalb weniger Stunden aneignen könne. »Toll« ist danach höchstens der Kontostand des Veranstalters. Resilienz und eine belastbare Lebenshaltung lassen sich nicht übers Wochenende erlernen und schon gar nicht über Affirmationen herbeireden. Sie werden nur durch aktives Handeln über Jahre hinweg erworben. (Richtig, genau das, was Sie im Schritt 2 begonnen haben, kommt hier zum Einsatz!)

Beginnen Sie damit, Ihre Gefühle nicht länger zu unterdrücken. Wie oft haben Sie schon versucht, Haltung zu bewahren, um vor Ihrem heimlichen Geliebten nicht als Heulsuse dazustehen? Wie oft haben Sie sich pflegeleicht, verführerisch, als Powerfrau gegeben, obwohl Ihnen gar nicht danach zumute war? Wie oft haben Sie gute Miene zum bösen Spiel gemacht, statt einen Teller an die Wand zu werfen und laut zu sagen: »Stop!« Oder auch: »Ich habe eine Scheißangst, mir geht's beschissen, ich will, dass du das ernst nimmst!«

Ihre Ängste und Tränen sind nichts, was Sie verleugnen müssen. Lassen Sie sie raus. Ob es sich nun um eine Steuerprüfung, ein Bewerbungsgespräch, eine Mobbing-Situation, eine Krise mit den Eltern oder eine Konfrontation mit Ihrem heimlichen Geliebten dreht: Stellen Sie sich Ihren Gefühlen, die Sie dazu haben. Setzen Sie keine Maske auf, sondern zeigen Sie sich, wie Sie sind. Sie brauchen sich weder als seelischen Mülleimer für anderer Leute Probleme noch als Energie-Tankstelle benutzen zu lassen.

Es klingt paradox, aber der Anspruch, perfekt sein zu wollen, sorgt dafür, dass Sie von Krisensituationen umgeworfen werden, weil Sie nicht Sie selbst sind! Jede Art von Schauspielerei schwächt Sie. Und da eine heimliche Schattenliebe viel, viel Schauspielerei erfordert, sind Sie bereits geschwächt. Gerti Senger: »Unterdrückte Gefühle sind wahre Energieräuber!«

Bevor Sie sich an die Konfrontation mit Ihrem Schattenmann wagen, sorgen Sie dafür, dass Sie mit beiden Beinen auf dem Boden stehen. Üben Sie das stabile, gelassene »Echtsein« im Alltag, er bietet Ihnen täglich neue Gelegenheiten. Sagen Sie Ihrem nervigen Nachbarn, wohin er sich seine ständigen Anfeindungen stecken soll. Sagen Sie »Nein« im Büro, wenn Sie mal wieder die Fehler Ihrer Kollegen ausbügeln sollen. Lassen Sie Leute, die Sie zutexten und sich nicht dafür interessieren, wie es Ihnen geht, einfach stehen. Zeigen Sie, wenn Sie schlechte Laune haben! Und weinen Sie, wenn Ihnen danach ist. Wenn Sie das ein paar Wochen und Monate ganz bewusst tun, werden Sie staunen, wie gelassen Sie der nächsten Krise begegnen können. Zum Beispiel dem Trennungsgespräch mit Ihrem Geliebten.

Dieser Artikel hat 11 Seiten. Lesen Sie auch . . .

Seite   1: Liebe im Schatten: Mit 10 Schritten in die Freiheit!
Seite   2: Schritt 1: Selbstvertrauen aufbauen
Seite   3: Schritt 2: Handeln statt passiv bleiben
Seite   4: Schritt 3: Aussprache oder kaltes Ende?
Seite   5: Schritt 4: Ereignisbrüche annehmen und Resilienz entwickeln
Seite   6: Schritt 5: Aktives Sorgenmanagement
Seite   7: Schritt 6: Trost suchen und finden
Seite   8: Schritt 7: Aufarbeiten statt verdrängen
Seite   9: Schritt 8: Alleinsein ohne Einsamkeit
Seite 10: Schritt 9: Humor als Rettungsanker
Seite 11: Schritt 10: Versöhnung

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pentaton || 01.05.2016 14:24:13

Von Zeit zu Zeit lese ich Artikel zum Thema der Schattenliebe, da ich selbst Betroffene war - 7 Jahre lang. Die Beziehung war eine Aneinanderreihung von Abschieden, die ich betrieben habe. Wie unschwer zu errechnen ist, bin ich viele Male umfgefallen, aber mit jedem Mal wurde es mir ernster. Und als ich dann so weit war, meiner Wege gehen zu wollen, endgültig, da passierte Folgendes: Also, ich mit den besten Wünschen meinen Langzeitgeliebten verabschiedet, traurig aber erleichtert - da meldet sich dieser und teilt mir mit, seine Frau habe eine E-Mail entdeckt und sei beim Anwalt gewesen und er habe auch einen Termin - Ich war platt, jetzt, da ich den Absprung unwiederruflich geschafft hatte, nahm die Geschichte eine Wendung? Mein Geliebter bat mich, hörbar unter Schock, ihm Ruhe und Zeit zu lassen für das, was da jetzt auf ihn zukommen würde. Mein Mitgefühl für ihn war, wie so oft, geweckt und ich sorgte mich, wie es ihm denn ergehen würde bei dem Kampf und was wohl auf mich zukommen würde etc etc etc. Und was soll ich sagen? - Er hat sich einfach nicht mehr gemeldet. Wenn ich das schreibe, kann ich das heute noch nicht wirklich fassen. Er hat sich einfach nicht mehr gemeldet. Ich brauchte Monate, bis mir klar war, dass da keine Information mehr kommen würden. Es brauchte Monate, bis ich akzeptierte, dass das ein Mensch mit mir machte, dem ich vertraut hatte. Das war die schlimmste Zeit in meinem Leben. Aber auch die heilsamste Lektion. Ich empfand es als unnötige Grausamkeit und sehe das heute noch so. Schattenliebe über einen längeren Zeitraum als eine Nacht - davon rate ich jedem ab.

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Sheila || 11.11.2014 19:02:30

Ich möchte mich auch aus dem Schatten befreien. Im Augenblick ist bei uns Funkstille und ich bin froh darüber. Auch ich habe die große Hoffnung, dass es da draußen 'einen' für mich gibt,
Aber erst wenn die Wunden aus dem jahrelangen Schattendasein verheilt sind.

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Brigitte || 07.03.2014 12:57:14

Vielen Dank für diesen wirklich hilfreichen Artikel.
Ich habe es gerade geschafft mich aus meinem Schattendasein zu befreien. Ich habe rigoros die Beziehung beendet, es tut s..weh, doch es ist absolut richtig mein Handeln.
Ich war dabei mich selbst zu verleugnen, jetzt will ich wieder zurück ins Leben will und werde es schaffen.
Vielleicht gibt es ja irgendwo den "Richtigen" meine Hoffnung ihn doch noch zu finden ist noch immer da.
Allerdings erst wenn meine inneren Wunden verheilt sind und ich wieder für eine neue Beziehung bereit sein kann.

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Doris || 08.07.2011 21:24:59

meine Affaire geht nun schon 14 Monate und am Anfang hatte er zeitgleich noch eine 2 Freundin die( als es schon aus war) der Ehefrau auf meinem Wunsch hin beichtete.So erist nun frei aber das war ein Trugschluß er wollte auf einmal nur Freundschaft mit mir, das hielt 3 Monate dann war er wieder entflammt,seit 6 Monaten haben wir tägliche Telefongespräche und wegen der Entfernung(400km) gab es ein paar Treffen letztes >WE habe ich ihn spontan besucht, seine Frau ging an die Tür
ich wußte das sie auch da ist und ich sagte ihr wer ich bin,sie war erleichtert und sehr freundlich zu mir und es kamen viele unschöne Geschehnisse ans Tageslicht, so das sie mir leid tat und ich ihr wohl ebenso, in zwischen sind wir in lockeren Kontakt, den Mann hat sie verlassen
und ich habe seinen Ärger auf mich gezogen und auch keinen Kontakt mehr. ich bin froh über meinen Schritt, das war ich ihr schuldig sie hatt es nur geahnt und er hatte ständig gelogen

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