Verhängnisvolle Marotten: Manche Verhaltensweisen sind mehr als nur nervig – hier sind 10 Angewohnheiten von Menschen, die zum Fremdgehen neigen.

Mann mit Heiligenschein

Gewohnheitssache? So verhalten sich Menschen, die öfter untreu werden

Fremdgeher sind immer…ja, wie sind sie denn eigentlich? Kann man sie über einen Kamm scheren, zeigen sie alle bestimmte Verhaltensweisen, die sie als untreu entlarven und gibt es Marotten, die verlässliches Indiz für Fremdgehen sind?

Die Antwort lautet schlicht und ergreifend: nein. Leider kann es trotz aller Studien, psychologischen Erkenntnissen und bahnbrechenden Forschungen zur Untreue noch immer keine absolut zuverlässigen Vorhersagen über das Treueverhalten von Menschen geben. Wir versuchen dennoch auf Basis unserer jahrzehntelangen Erfahrung Persönlichkeiten abzubilden, die mit größerer Wahrscheinlichkeit fremdgehen als andere. Hier stellen wir Ihnen diese vor:

10 Angewohnheiten von Menschen, die zum Fremdgehen neigen

[1] Selbstzweifler: Er ist schüchtern und verhält sich zurückhaltend.

Immer zweifelt er an sich, grübelt, wirkt unsicher und macht einen nachdenklichen Eindruck. So einer kommt so schnell nicht auf Abwege, möchte man meinen. Denkste Puppe! Gerade er treibt es womöglich viel doller als die klassischen Draufgänger. Denn im Vergleich zu dem ist der Schüchterne empfänglicher für Untreue, wie eine amerikanische Studie belegt. Die Angewohnheit, auffallend zurückhaltend aufzutreten, kann bedeuten, dass diese Person eher zum Fremdgehen neigt. Unsichere Männer etwa suchen dringend Bestätigung bei anderen. Darum gehen sie den Forschern zufolge vermehrt auf Annäherungsversuche ein, wenn sie fest gebunden sind.

[2] Alkoholliebhaber: Davor und danach – er trinkt gerne und viel.

Alkohol enthemmt und macht heiß, manch eine/r braucht öfter mal ein hochprozentiges Getränk, um so richtig in Stimmung zu kommen. Allerdings sollte man den Alkoholkonsum kritisch beäugen. Denn insbesondere Männer, die regelmäßig Bier und anderen akoholischen Rauschmitteln zusprechen, könnten prinzipiell besonders gefährdet sein, untreu zu werden. Das behaupten amerikanische Forscher. Sie fanden heraus, dass Menschen, die viel Alkohol oder andere Drogen konsumieren, eher zum Fremdgehen neigen als abstinente Zeitgenossen. Allerdings muss doch noch abschließend geklärt werden, ob Alkohol an sich untreu macht oder untreue Menschen einfach die Angewohnheit haben, mehr zu trinken.

[3] Hintermberghalter: Sein Privatleben hält er geheim.

Wie ist Deine Mutter so, wo hast Du früher gearbeitet und wer ist Dein bester Freund? Wenn Sie auf derartige Fragen nur lapidare Antworten bekommen, sollte das ein Warnsignal sein. Denn Menschen, die aus ihrem Privatleben ein großes Geheimnis machen oder nur ausweichend Auskunft über sich geben, verbergen etwas – oder bauen vor. Sie lassen den Partner im Unklaren über die eigene Person und damit ihre Absichten. Besonders aufschlussreich ist übrigens ein gesperrtes Handy. Denn wer sich so vorsorglich gegen Zugriff absichert, rechnet damit, dass Sie beim neugierigen Blick aufs mobile Telefon Dinge zu sehen bekommen, die sie nicht sehr erfreuen.

[4]: Kosenamennutzer: Achtung, Baby – Statt des richtigen Vornames benutzt er lieber Kosenamen

Welches Motiv dahintersteckt, ist fast offensichtlich: Wer mehrere Affären gleichzeitig laufen hat (oder sich mit dem Gedanken trägt, dies zu tun), kommt in die Bredouille, wenn er ständig Namen durcheinanderbringt. Denn wie will man einer Jenny erklären, warum man ihr im Liebesspiel „Zeig´s mir, Susan“ zugeraunt hat? Besser ist es, grundsätzlich die Partnerin, beziehungsweise die erotische Gespielin, mit einem schmucken, allgemeingültigen Kosenamen zu bedenken. Schatz, Mäuschen oder andere Kosenamen passen ja immer. Denken Sie mal darüber nach, wenn Ihr Lover Sie nur äußerst selten mit Ihrem eigentlichen Namen anspricht, Schätzchen!

[5] Lügner: Er schwindelt viel – und verdammt überzeugend.

Lügen will gelernt sein, es gibt Menschen, die besonders gut darin sind. Entweder, weil sie viel Übung im Schwindeln haben, oder weil sie eine besonders ausgeprägte Phantasie, gekoppelt mit einem guten Gedächtnis haben. Wer solchermaßen begabt ist, dem fällt es kaum schwer, überzeugende Lügengespinste in die Welt zu setzen. Und das womöglich schon von Beginn an: Oft legen diese Typen gleich falsche Fährten aus und erzählen Märchen, damit man ihnen später nicht auf die Schliche kommt. Seien Sie also wachsam, wenn Sie Ihren Lover bei anderer Gelegenheit schon mal beim Schwindeln ertappt haben und erstaunt waren, wie überzeugend er dabei rüberkam.

[6] Rarmacher: Er ist da, aber irgendwie nicht ganz erreichbar.

Mal ruft er zurück, dann wieder nicht. Ob Sie sich am nächsten Wochenende treffen, weiß er jetzt noch nicht, haben Sie sich verabredet, könnte immer noch mal was dazwischenkommen – bei ihm können Sie sich nie wirklich sicher sein. Ab und an versetzt er Sie auch, hat aber wirklich gute Erklärungen dafür (siehe Punkt 5). Er taucht zwar nicht unter und lässt Sie ewig hängen, aber irgendwie entzieht er sich Ihnen merklich. Macht er sich derart rar, nachdem der erste Verliebtheitsrausch vorüber ist, könnte was faul sein. Die Angewohnheit, sich dem anderen zu entziehen, könnte Vorbote fürs Fremdgehen sein.

[7] Argumentefinder: Vorwürfe gibt er immer zurück – und hat dafür die besten Argumente parat.

Er wird beim Fremdflirten in flagranti erwischt, lässt sich dadurch aber ganz und gar nicht beeindrucken. Auch ein schlechtes Gewissen ist Fehlanzeige, denn er schmettert alle Vorwürfe ab: In der Verantwortung sieht er sein Handeln nämlich nie. Entweder hat die andere halt so lange an ihm rumgebaggert, bis er nicht anders konnte, als auf die Annährungsversuche einzugehen. Oder Sie selbst sind es, die ihn dazu getrieben haben, auf Abwege zu geraten. Weil Sie in letzter Zeit so abweisend waren, ihn gar nicht beachtet haben und überhaupt stimmt mit Ihrem Sexleben was nicht. Merken Sie was? Richtig: Er kommt vermutlich ungeschoren davon, weil er Ihnen einfach den schwarzen Peter zuschiebt. Und das mit den allerbesten Argumenten.

[8] Themawechsler: Sobald es kritisch wird, wechselt er das Thema.

Wenn Sie einen berechtigten Anfangsverdacht haben und bereits Indizien für sein untreues Verhalten gesammelt haben, wird er sich trotzdem aus der Sache rauswinden. Sie werden es nämlich kaum schaffen, ihn festzunageln, weil er Sie geschickt ablenkt, indem er die Sprache auf ganz andere Dinge bringt. Nehmen wir mal an, Sie haken nach, was es mit den vielen Hausflurtreffen mit seiner Nachbarin auf sich hat. Er wird daraufhin über die Nachbarn obendrüber reden und zack: die Kuh ist erstmal vom Eis. Ehe Sie sich´s versehen, palavern Sie über ganz andere Sachen und verlieren aus dem Blick, was Sie eigentlich in Erfahrung bringen wollten.

[9] Riskierer: Je gefährlicher, umso geiler: Er liebt das Risiko mehr als alles andere.

Wer wagt, gewinnt – und das in vielen Bereichen. Wenn Ihr Partner die Angewohnheit hat, sich bei vollem Bewusstsein in riskante Manöver zu stürzen, tut er das vermutlich auch im Liebesleben. Der Kick kommt durch die Gefahr, aufzufliegen oder sonstwie zu Schaden zu kommen. Auch wenn er schon mal eins auf die Finger bekommen hat von Ihnen, weil er kurz davor war, sich auf einen Seitensprung einzulassen, wird er sich das wohl kaum eine Lehre fürs nächste Mal sein lassen. Dafür ist der Thrill einfach zu groß.

[10] Erfolgssucher: Höher, weiter, schneller, größer – der Ehrgeiz steckt tief in ihm drin.

Überall der Beste sein, das ist eine regelrechte Lebenseinstellung. Die kann sich als Ehrgeiz bemerkbar machen, auch bei erotischen Eroberungen. Ist Ihr Lover einer von denen, die es partout nicht ertragen, in irgendeiner Disziplin nicht auf den ersten Rängen zu landen, könnte das auch beim Fremdgehen ein Risikofaktor sein. Denn wer es gewohnt ist, Erfolge einzuheimsen und abhängig ist vom Glücksrausch der Übertrumpfung, widersteht im entscheidenen Moment der Versuchung, jemanden als Seitensprung zu erobern, vielleicht schon aus Prinzip nicht. Und das außerdem um jeden Preis.

Fazit: Verdächtige Angewohnheiten? Sprechen Sie es an!

Ob jemand untreu wird oder nicht, lässt sich nicht vorhersagen, das muss noch einmal betont werden. Auch Angewohnheiten lassen nicht wirklich einen Rückschluss darauf zu, dass jemand mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit fremdgeht. Aber sie sind kleine Puzzlestückchen, die sich zu einem Ganzen fügen können.

Denn – das behaupten Experten – es gibt Charaktereigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale, die gehäuft bei Menschen vorkommen, die ihren Partner schon einmal betrogen haben. Narzissten etwa sollen nach psychologischer Einschätzung zum Fremdgehen neigen. Und tatsächlich kann man bei ihnen oft mehrere der oben genannten Angewohnheiten feststellen.

Andererseits sind Angewohnheiten auch Verhaltensweisen, die erlernt worden sind: Bisweilen tauchen sie im Charakterrepertoire eines Menschen auf, weil sie sich für ihn als vorteilhaft erwiesen haben. Will heißen: Werden sie zum Nachteil, können sie durchaus auch durchbrochen werden. Und nicht immer führen sie zwangsläufig in die Untreue.

Wenn Sie bei Ihrem Partner Verhaltensweisen entdecken, die Sie verunsichern, dann sollten Sie…

  • …Ihren Partner direkt darauf ansprechen.
  • …sich nicht abwimmeln lassen und Antworten auf Ihre Fragen fordern.
  • …überlegen, ob Sie mit den Angewohnheiten leben wollen und können.
  • …Konsequenzen ziehen, falls Sie sich unwohl damit fühlen.

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