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SEITE 1: Eine Frage, unendlich viele Antworten: Wo fängt das Fremdgehen an?
Wo fängt das Fremdgehen an?

Wo fängt das Fremdgehen an?

Wir Menschen sind im Grunde unseres Herzens bequeme Wesen. Wir mögen klare Definitionen. Unser soziales Miteinander funktioniert innerhalb fester Rahmenbedingungen. Wir haben Promillegrenzen, Höchstgeschwindigkeiten, jede Menge Kleingedrucktes für fast alle Lebenslagen.

Je konkreter unser Alltag geregelt wird, umso sicherer fühlen wir uns. Warum? Weil wir keine eigene Vorstellung von »richtig« oder »falsch« zu entwickeln brauchen, sondern von außen diktiert bekommen, was wir tun dürfen. Schöne Sache das. Umso mehr bringen uns Situationen ins Schleudern, in denen es solche verlässlichen Grenzen nicht gibt.

Wer definiert, ab wann ein Gefühl »verboten« ist? In welchem schlauen Buch kann man nachlesen, worin sich eine Freundschaft von einer Partnerschaft unterscheidet? Wer sagt uns, ob die brennende Eifersucht berechtigt oder nur ein Hirngespinst ist? Warum gibt es keine objektiven Richtlinien, die uns verraten, ab wann das beginnt, was man allgemein als Fremdgehen bezeichnet?

Natürlich wissen Sie die Antwort selbst: Weil es hierfür keinerlei allgemeingültige Vorgaben geben kann. Selbst wenn wir uns auf den westlichen mitteleuropäischen Kulturkreis beschränken, finden wir unzählige Definitionen des Begriffes »Fremdgehen«. Jeder zieht die Grenzen woanders, und in vielen Fällen sind sich nicht einmal Paare untereinander einig. Die gute Nachricht: Alle haben recht. Niemand braucht sich vorschreiben zu lassen, was er unter Fremdgehen zu verstehen hat. Die schlechte Nachricht, speziell für unkommunikative Schweiger: Ohne ehrliche Gespräche und einen detaillierten Austausch über das Thema gibt's kein Beziehungsglück.

Wir haben sechs klassische Situationen ausgesucht, an denen sich die Geister scheiden, um herauszufinden, wie unterschiedlich man sie betrachten kann. Lesen Sie die erste Situation: Das berühmte Kopfkino

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Dieser Artikel hat 8 Seiten. Lesen Sie auch . . .

Seite 1: Eine Frage, unendlich viele Antworten: Wo fängt das Fremdgehen an?
Seite 2: Nr. 1: Das berühmte Kopfkino
Seite 3: Nr. 2: Fremdgehen beginnt beim Flirten
Seite 4: Nr. 3: Austausch der Kontaktdaten = Seitensprung-Akquise?
Seite 5: Nr. 4: Gute Freunde oder potenzielle Fremdgeh-Kandidaten?
Seite 6: Nr. 5: Fremdgehen mit virtuellen Sexpartnern
Seite 7: Nr. 6: Schatz, es war doch nur Sex
Seite 8: Fazit: Fremdgehen beginnt mit der Lüge

Wie eifersüchtig sind Sie? Wo hört Treue für Sie auf und wo fängt das Fremdgehen an? Was würden Sie Ihrem Partner noch zugestehen, und was nicht? Jetzt abstimmen
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Kommentare
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[Gast] gast4444 || 29.03.2011 09:42:34
was für ein schrott, du sexsüchtiger , der nur sex seiteiten hat
[Gast] George || 04.03.2011 09:32:36
Sex ist ein ganz menschliches Bedürfnis wie essen oder schlafen. Ich habe auch kein Problem damit mit jemandem fremden Essen zu gehen. Fremdgehen oder Betrug am Partner fängt erst dann an, wenn Liebe mit ins Spiel kommt. Liebe und Sex müssen nicht zwangsläufig zusammen gehören.
[Gast] Haki || 01.03.2011 10:36:18
Schwere Frage, es kommt immer auf soviele umstände: z.b. Wie ich davon erfahre... Falls sie jemanden küsst, könnte ich es wahrscheinlich verzeihen. Wenn sie mit jemanden ins bett steigt, ist das so eine sache... Rational könnte ich es verzeihen, alleine schon aufgrund der dauer unserer beziehung. Man kommt irgendwann zu dem punkt, dass man seine beziehung, an der beide so viele jahre gearbeitet haben, nicht sofort aus dem fester wirft . Leider ist das heute nicht mehr alltäglich.

Sobald sich mein partner verliebt, also mehr gefühle als nur die (einmalige, ausrutscherbedingte) befriedigung des sexuellen triebes gesucht hat, wäre dies das ende der beziehung.
[Gast] Ganjuz || 28.02.2011 15:26:35
Ich "verbiete" meiner Partnerin nichts und sie verbietet mir nichts. Eine Beziehung, die Verbote nötig hat, hat meines erachtens an sich schon ein Problem. Für mich ist das eine Sache des Vertrauens. Meine Treue definiert sich nicht aus den Erwartungen meiner Partnerin sondern aus meinem Selbstverständniss, ihr treu sein zu wollen. Wer treu ist, weil die Partnerin/der Partner das will, will ja nicht unbedingt selbst treu sein. Wir erwarten das beide einfach von uns selbst. 

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