Nur nicht den Kopf verlieren: 10 psychologische Fakten für das erste Date

Ein erstes Treffen im Restaurant

Die 10 Erfolgsgeheimnisse beim ersten Date

Manchmal geht es leicht, viele müssen kämpfen, und andere brauchen mehrere Anläufe. Das erste Date birgt Chance und Risiko zugleich. Die beste Strategie in Worte zu fassen, fällt nicht leicht. Deswegen lassen wir lieber Zahlen sprechen. Zehn psychologische Fakten beim ersten Kennenlernen.

  • Romantik beim ersten Date? – weit gefehlt! Steht das erste Rendezvous an und Sie denken an ein romantisches Abendessen bei Kerzenschein? Um die Angebetete von sich zu überzeugen, verwerfen Sie diese Idee lieber. Zwei an der Universität von Texas tätige Psychologinnen haben im Zuge einer Forschungsstudie im Jahr 2003 nämlich festgestellt, dass Männer ihre Attraktivität auf Frauen durch etwas Nervenkitzel steigern. Ob Achterbahnfahrt oder aufregender Thriller im Kino, etwas Herzklopfen kann eben nicht schaden.
  • Nicht nur »Ja und Amen« sagen: Bereits im Jahr 1965 fanden die Psychologen Darwyn Linder und Elliot Aronson heraus, dass etwas Reserviertheit und das gelegentliche Widersprechen beim Kennenlernen durchaus Vorteile hat. Zu Menschen, die ständig nur »Ja und Amen« sagen und bei jeder Aussage widerspruchslos zustimmen, fühlt man sich weniger hingezogen. Dies sollte vor allem die Herrenwelt beachten, denn oftmals tendieren Männer dazu, jede Aussage des Gesprächspartners bloß abzunicken und keinesfalls zu hinterfragen.
  • Intimität aufbauen bei der ersten Verabredung: Eine gewisse Vertrautheit und Intimität ist der Schlüssel zum Herzen – nicht zuletzt bei der ersten Verabredung, wie eine US-Studie im Jahr 1997 ergab. Schrecken Sie also nicht davor zurück, etwas Persönliches von sich preiszugeben und den möglichen neuen Partner an Ihrem Gefühlsleben teilnehmen zu lassen. Lenken Sie das Gespräch ruhig auf etwas intimere Themen, wie den bisher glücklichsten Tag im Leben oder Wünsche und Zukunftsträume.
  • Tatsächliches Interesse oder bloß Vorspielen von Gefühlen? Insbesondere bei Frauen ist die Furcht oft groß, dass Männer ernsthaftes Interesse nur vortäuschen und Gefühle vorgaukeln, die gar nicht vorhanden sind. Hilfreich sind diesbezüglich die Tipps eines Forscherteams aus Kalifornien, das im Jahr 2006 verschiedene Ratschläge gab, wie sich das falsche Gefühlsspiel entlarven lässt. Besteht ernsthaftes Interesse, dann beweist dies beispielsweise eine positive Körpersprache, bei der sich der Mann während eines Gespräches zur Frau neigt, ihr zunickt und sie anlächelt. Ist er hingegen nur auf Beutezug, befeuchtet er zum Beispiel die Lippen und zeigt seine Zunge.
  • Liebe geht durch den Magen? – Fehlanzeige! Anders als das bekannte Sprichwort suggeriert, ist ein gemeinsames Essen beim ersten Date nicht immer die beste Idee. Wenn Männer Hunger haben, finden sie Frauen nämlich attraktiver, völlig unabhängig von deren äußerlichem Erscheinungsbild. Dies ergab eine Untersuchung der Forscher Martin J. Tovée und Viren Swami im Jahr 2006. Für ein vielversprechendes Kennenlernen sollte man auf ein reichhaltiges Menü also lieber verzichten.
  • Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte: Ein Lächeln auf dem Gesicht des Gesprächspartners ist immer ein gutes Zeichen – es sollte aber auch authentisch und ehrlich gemeint sein. Herausfinden lässt sich dies, in dem man auf die Augenpartie des Lächelnden achtet, denn ändert sich etwas an dieser und die Augen strahlen, dann ist es eindeutig authentisch. Auf diese Weise lässt sich zwischen echtem und gekünsteltem Lächeln unterscheiden, wie eine Forschergruppe aus Deutschland und Schottland im Jahr 2006 ermittelte.
  • Attraktivitätssteigerung durch Konkurrentinnen: Ein Mann ist für Frauen attraktiver, wenn sie bemerken, dass er auch auf andere Frauen ansprechend wirkt. Wird er beispielsweise von einer anderen Frau angelächelt, fühlt sich die Damenwelt automatisch mehr zu ihm hingezogen. Diese Schlussfolgerung ergibt sich zumindest aus einer Untersuchung britischer Forscher.
  • Welche Gesprächsthemen bei der ersten Verabredung? Worüber unterhält man sich am besten beim ersten Rendezvous? Jennifer K. Bosson und andere US-Psychologinnen haben dies im Jahr 2006 erforscht und sind zu dem Schluss gekommen, dass sich die Abneigungen der Gesprächspartner am besten für die Konversation eignen. Gehen wir mit den Dingen konform, die der andere auch nicht mag, entsteht mehr Nähe, als wenn wir seine Vorlieben teilen.
  • Dezente Berührungen wirken sich positiv aus: Aufdringlich sollten Berührungen beim ersten Date selbstverständlich nicht sein. Eine leichte, sanfte Berührung am Oberarm, wenn zu diesem Zeitpunkt ein Kompliment gemacht wird, kann sich jedoch vorteilhaft auswirken. Der aus Frankreich stammende Psychologe Nicolas Guéguen ist nämlich der Überzeugung, mit dieser Geste kann man seine eigene Attraktivität steigern.
  • Gefühle auf Papier bringen: Eine Studie der US-amerikanischen Psychologen Richard Slatcher und James Pennebaker hat im Jahr 2006 ergeben, dass die gemeinsame Partnerschaft besonders positive Aussichten hat, wenn man seine Gefühle regelmäßig niederschreibt. Es ergebe sich dadurch eine um 20 Prozent gesteigerte Chance, dauerhaft zusammen zu bleiben, denn Emotionen auf Papier sorgen für ein konstruktiveres Verhalten im Gespräch.

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