Friede, Freude, Ehekonflikte

So bleibt Ihre Weihnachtszeit harmonisch: 6 Tipps zur Vermeidung von Familienstreit

Hauptursache für die Konfliktstimmung rund ums Fest ist laut Wolfgang Krüger der Beziehungs-Stress. »Die dunkle Jahreszeit ist für die Liebe eine große Herausforderung. Draußen schneit es, wir halten uns mehr in der Wohnung auf und spüren, ob wir uns noch etwas zu sagen haben. Durch manchen Streit, kleine Enttäuschungen und Krisen ist im Laufe des Jahres meist eine größere Distanz entstanden.« so der Autor von Freiraum für die Liebe – Nähe und Abstand in der Partnerschaft. Wenn dann plötzlich eine vertraute Nähe entstehen solle, sei der Druck groß – und damit ein Nährboden für Auseinandersetzungen geschaffen.

Unsere Erwartungen an das Weihnachtsfest seien von einer übersteigerten Romantik geprägt. »Das muss scheitern!« sagt Wolfgang Krüger. Nachdem man sich monatelang aus dem Weg gegangen ist, haben wir nun die Erwartung, dass es ein Fest des Friedens sein sollte. »Doch es ist realistisch, davon auszugehen, dass wir uns auch am Weihnachtsfest genau so wenig verstehen wie sonst.« Weg mit den hohen Erwartungen, meint Dr. Wolfgang Krüger. Er hat ein paar Tipps, wie Sie das Konfliktpotenzial an Weihnachten reduzieren können:

  • Verabschieden Sie sich von der Vorstellung eines perfekten Weihnachtsfests: Zu hohe Erwartungen stressen Sie nicht nur, sie sind schlichtweg zum Scheitern verurteilt. Wie wäre es stattdessen mit einem unperfekten Weihnachten, an dem sich alle erholen?
  • Rechnen Sie damit, dass es unter dem Weihnachtsbaum manchmal etwas »knirscht«. Das ist wie ein Muskelkater, wenn man untrainiert an einem Marathon teilnimmt. Nehmen Sie also diese Verstimmungen am Weihnachtsfest als Aufforderung, wieder verstärkt in die Beziehung zu investieren.
  • Schrauben Sie die Ansprüche an das Fest runter. Es muss weder der schönste Weihnachtsbaum, es müssen nicht aufwändige Geschenke sein, alles artet dann in Stress aus, wie wäre es mit einem unperfekten Weihnachten, wo alle erholt sind?
  • Verhalten Sie sich friedlich, seien sie sich bewusst, dass Sie meist an den Schwierigkeiten beteiligt sind. Und nehmen Sie eine Auszeit, wenn es zuhause schwierig wird. Gehen Sie notfalls eine halbe Stunde spazieren.
  • Klären Sie mit genug Abstand zum Fest, mit wem, wie und wo gefeiert wird. Seien Sie fair: Fahren Sie dieses Jahr zu Ihrer Familie, ist nächstes Jahr ihr Partner an der Reihe.“
  • Machen Sie auch Geschenke, die zur Verbesserung der Beziehung beitragen. Schenken Sie Aktivitäts-Gutscheine. Was meist klappt, sind gemeinsame Unternehmungen, wo man nicht viel reden muss. Doch mehr Nähe entsteht, wenn man dem Partner einen Gutschein für persönliche Massagen schenkt. Und wenn dies alles nicht mehr hilft: Vielleicht schenken Sie dem anderen einen Gutschein für eine gemeinsame Paartherapie?

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