Vertrauen ist gut, Spionage-Software besser? Wie IHr Partner mittels findiger Tools auf Smartphone, Tablet oder Computer Ihnen hinterherschnüffen kann.

Eifersüchtige Frau spioniert das Handy ihres schlafenden Partners aus

I spy, my love! Mit diesen Tricks könnte Ihr Partner Sie überwachen

Mal kurz einen Blick aufs Smartphone, Statusmeldungen checken und die Facebook-Likes sichten – was ist denn schon dabei, wenn man dem Partner hinterherschnüffelt? Neugierig sein ist ja in Ordnung. Wer aber vorsätzlich an die Sache herangeht, geht womöglich einen Schritt zu weit – etwa mit Spionage-Software.

Sie ist mit 24 Sensoren ausgestattet und meldet ungewöhnliche Bettaktivitäten per Smartphone: Unlängst sorgte eine Matratze mit Namen »Smartress« für Aufsehen. Das hochempfindliche Hightech-Gerät mit Lover Detection System schlägt angeblich per App Alarm, wenn sich der Partner im heimischen Bett mit einer fremden Person vergnügt und meldet so Seitensprünge. Unklar ist zwar, ob es die Sexdetektor-Matratze tatsächlich gibt, oder ob es sich nur um einen Werbegag handelt. So oder so ist die Erfindung aber ein Indiz dafür, welche Rolle heute die digitale Überwachung des Partners in einer Beziehung spielt: Wer den anderen der Untreue verdächtigt, greift mitunter zu hochmodernen Hilfsmitteln, um sich Gewissheit zu verschaffen.

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Von Zufallsfunden und Ermittlungsergebnissen

Früher war alles leichter: Wer seinen Partner im Verdacht hatte, eine Affäre zu haben, der konnte sich an gewisse Zeichen halten, um seine Vermutung zu überprüfen. Lippenstift am Hemdkragen, eine unerklärliche Häufung von Geschäftsterminen, neue Klamotten, ein anderer Style, fremde Düfte und verräterische Zettelchen in der Tasche – all dies konnte eifersüchtigen Partnern bei ihren Ermittlungen in Sachen Seitensprung hilfreich sein.

Was früher der kritische Blick ins Gesicht, in die Jackentasche oder das Portemonnaie war, ist heute der ausführliche Check: Wer wissen will, was der Partner so treibt, guckt im Handy nach oder checkt die Statusmeldungen, Kontakte und Facebook-Likes vom anderen. Rein zufällig kommen 21 Prozent der Männer und 19 Prozent der Frauen dem Betrüger auf die Schliche, wie etwa die Theratalk-Studie ermittelte.

Frauen spionieren häufiger als Männer

So spioniert einer Umfrage nach jede zweite Frau ihren Mann aus, bei Männern sind es lediglich 31 Prozent, die ihre Partnerin auskundschaften.

  • Knapp ein Viertel der verheirateten Paare liest heimlich die E-Mails des anderen, das ermittelte eine Studie der britischen Oxford University.
  • Jeder Zehnte checkt die Internetseiten, die der Partner besucht hat und 13 Prozent der Paare verfolgt die Internet-Historie des anderen.

Durch die Überwachung der digitalen Umtriebe des Lovers versprechen sich die Partner eine Kontrolle über ihn. Absurd dabei ist: Die meisten erhoffen sich von ihren Spionageaktivitäten, dass sich ihr Verdacht in Luft auflöst und sie Beweise dafür bekommen, dass der andere ihnen treu ist. Nicht nur diese heiklen Motive für die Spurensuche machen das Überwachungsvorhaben problematisch. Auch die modernen Möglichkeiten, den anderen auszukundschaften, bergen ein gewisses Risiko.

Ausspähen digital gemacht: Mit diesen Spionage-Tools könnte Ihr Partner Ihnen hinterherschnüffeln

Spionage-Apps

Was der geliebte Partner nicht selbst verrät, muss man halt herausfinden – wer dieser Meinung ist, dem stehen eine Reihe ziemlich effektiver Spionage-Apps zur Verfügung, mit denen man einem Anfangsverdacht nachgehen kann. Wer glaubt, der andere geht fremd, der kann dessen Smartphone bespitzeln, um sich Gewissheit zu verschaffen und im besten Fall die bohrenden Zweifel auszuräumen. Das ist in schön und in Kürze beispielsweise die verheißungsvolle Werbebotschaft des Programms FlexiSpy. Laut eigener Aussagen ist es die einzige mobile Überwachungssoftware, die auf 15 instant Messengern spionieren kann und außerdem noch über 150 andere tolle Funktionen hat. Um all das bei der Überwachung eines mutmaßlich untreuen Partners nutzen zu können, muss das Programm einmalig auf dem Handy des Partners installiert werden, das fortan dessen Kommunikationsgewohnheiten verrät und sich sogar unbemerkt als Abhörgerät einsetzen lässt.

Achtung: Handy-Spionage ist illegal und verboten wenn die Person, deren Handy ausspioniert wird, darüber nicht informiert ist und dem nicht zustimmt.

Auch andere Spionage-Apps funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Ob sie MSpy, Spyera oder Mobistealth heißen, die Anwendungen haben alle eines im Sinn: Nach der Installation auf dem betreffenden Gerät kommen sie an alle brisanten Daten heran. Sie können den Standort eines Handys bestimmen und nachverfolgen, eingehende und ausgehende Kommunikationskanäle, wie z. B. Telefonate, SMS, WhatsApp, Facebook und andere Messenger überwachen sowie persönliche Daten wie Bilder, Videos, Musik und Dokumente einsehen.

So erkennen und beseitigen Sie Spionage-Apps auf Ihrem Smartphone

WhatsApp Sniffer

Den beliebten Messenger-Dienst WhatsApp nutzen unzählige Handybesitzer, um schnell und unmittelbar Botschaften abzusetzen. Aber die Nachrichtenapplikation hat einen Haken – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn das blaue Gelesen-Häkchen hinter den Botschaften kann gewaltig stressen: Der Absender weiß, wann seine Nachricht gelesen wurde und erwartet in einem gewissen Zeitfenster die Antwort. Der Empfänger fühlt sich unter Druck gesetzt, zügig zu antworten. Etwa zehn Minuten beträgt die psychologisch tolerierbare Zeitzone, innerhalb derer eine Reaktion erfolgen sollte, damit wir uns nicht zurückgesetzt und gekränkt fühlen.

Das verräterische Häkchen lässt sich mittlerweile unkompliziert deaktivieren, was allerdings das Misstrauen beim Partner schüren kann. Denn der wird damit kontrollmäßig ausgeschaltet. Aber da gibt es perfide Abhilfe: Wer auf WhatsApp seinen Lover im Auge behalten will, kann mittels spezieller Spionage Tools einfach mitlesen. Googelt man zum Beispiel nach WhatsApp Sniffer (Sniffer heißt zu Deutsch schlicht: Schnüffler), erhält man als Treffer unzählige Seiten, auf denen mehr oder weniger vertrauenerweckende Anbieter Apps anpreisen, mit denen andere WhatsApp-User ausgespäht werden können. Das Prinzip hier: Das Programm zeigt Nachrichten von WhatsApp-Nutzern im gleichen Netzwerk an, indem es den gesamten Datenverkehr in einem WLAN durch das Smartphone leitet und Nachrichten im Klartext überträgt. Dafür genügt es, einmalig Zugriff auf das Handy des Partners zu haben, auf dem man den Root-Zugang freischaltet. So lässt sich die bessere Hälfte ganz einfach überwachen. Der WhatsApp-Verlauf kann jederzeit mitgelesen werden, außerdem lassen sich auch andere Aktivitäten des Handys kontrollieren: Anrufe abhören, Netzwerke ausspähen, Website blockieren, sogar GPS Tracking ist möglich. Auch wenn WhatsApp ständig nachbessert, um die übertragenen Daten sicherer zu machen, kursieren noch immer viele Sniffer, die versprechen, den Messenger zu hacken.

Tinder: Swipe Buster

Man muss ja nicht gleich halblegale Hacker-Angriffe starten, um einem Untreueverdacht nachzugehen. Manchmal genügen auch Stichproben, um sich von der Aufrichtigkeit des Partners zu überzeugen. Auf Tinder etwa treffen sich Liebessehnsüchtige aller Art, will heißen: Auch fest gebundene User sind hier anzutreffen. Studien zufolge sollen bis zu 42 Prozent der Tinder-Nutzer in festen Händen und 30 Prozent sogar verheiratet sein. Misstrauen ist da also durchaus berechtigt. Wer wissen will, wie weit es der Partner auf Tinder mit anderen treibt, kann ihm über die Webseite Swipebuster hinterher schnüffeln. Mit einer simplen Suchanfrage lässt sich prüfen, ob der aktuelle Partner sich bei Tinder tummelt. Alles, was man dazu braucht, sind der Facebook-Name der betreffenden Person, die Stadt, in der sie lebt und das Alter. Als Ergebnis bekommt man alle Treffer für die Stadt. Damit nicht genug: Die Seite zeigt auch das Foto, offenbart, ob der Betreffende an Männern oder Frauen interessiert ist und wann er zuletzt aktiv war. Gut zu wissen, wie engagiert der Partner auf Tinder ist – schließlich ist die Plattform ein beliebter Anbahnungsraum für Seitensprünge.

Unser Tipp: Am besten gleich eine professionelle Seitensprung-Agentur z.B. unseren Testsieger Lovepoint, Ihre Vorteile

  • Einzige Seitensprung-Agentur welche vom TÜV zertifziert ist
  • Ihr Profil kann von Nichtmitgliedern nicht eingesehen werden
  • Ihr Profil ist nur für Mitglieder einsehbar, die Ihnen auch wirklich entsprechen
  • Foto-, Video- und Audio-Profilelemente für jeden User separat freischaltbar

Keylogger und Keygrabber: Die privaten Computerspione

Wer es noch genauer wissen will, checkt nicht nur die mobilen Endgeräte – sondern greift sich auch den Computer des Partners, um klar zu sehen. Sogenannte Keylogger, das sind Malwareprogramme, speichern sämtliche Eingaben über die Tastatur und senden es dem sagen wir mal: neugierigen Auftraggeber als Textdatei. Wer diesen klugen digitalen Privatdetektiv auf dem Rechner seines Partners einschleust, sorgt dafür, dass er auf dem eigenen Computer mitlesen kann, was der Partner mit wem chattet und welche Webseiten er besucht. Außerdem können darüber auch seine Facebook- oder E-Mail-Passwörter ausgekundschaftet werden, womit unendlich viele Möglichkeiten bestehen, Einblick in die Aktivitäten des Partners zu bekommen. Mit einem Mausklick lässt sich das Programm verbergen und läuft versteckt im Hintergrund weiter, wo es heimlich alle Eingaben an dem betreffenden Rechner registriert. Die Ergebnisse werden bequem an Ihre E-Mail-Adresse geliefert, Sie müssen also nur ein einziges Mal an den Computer kommen, den Sie ausspionieren wollen.

So erkennen und entfernen Sie Keylogger auf Ihrem PC

Alternativ zur Software-Version kann auch ein USB Hardware Keylogger zwischen einer kabelgebundenen Tastastur und PC angeschlossen werden, welcher keine Software oder Treiber erfordert und somit unauffindbar für Scansoftware ist.

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Geht zu weit – und gegen die Rechte des anderen

Ein Seitenblick auf das Smartphone des Partners mag ja noch angehen. Ein Kurzcheck der Internetchronik bewegt sich auch gerade noch im Rahmen der Schicklichkeit. Aber wenn Sie Spionage-Software einsetzen, um Ihren Partner zu überwachen, ist das grenzwertig. Zunächst einmal zeugt das davon, dass Sie den anderen systematisch ausschnüffeln. Auch wenn das Ihrer Ansicht nach im Namen der Liebe geschieht, muss das nicht auch so für Ihren Partner sein. Das ist ein gewaltiger Eingriff in seine Privatsphäre und die steht jedem Menschen zu, selbst in einer sehr engen Beziehung.

Oder fänden Sie es völlig in Ordnung, wenn Ihr Partner Sie auf Schritt und Tritt beobachtet? Kaum vorstellbar, dass es jemanden gibt, der das als Zeichen großer Zuneigung deutet. Misstrauen, das sich so äußert, geht über das normale Maß hinaus – und ist vielleicht Zeichen für eine übersteigerte Eifersucht, die mit der Realität nichts mehr zu tun hat. Zudem bewegt sich das auch in einer illegalen Grauzone. Denn rein rechtlich gesehen müssten Sie Ihren Partner um Erlaubnis dafür bitten, BEVOR Sie auf seinem Smartphone oder Computer Spionage-Software installieren. Tun Sie das nicht, und findet Ihr Partner heraus, dass Sie als Agent im Namen der Liebe unterwegs waren, kann das nicht nur zur Folge haben, dass der andere Konsequenzen zieht und die Beziehung beendet.

Es kann auch zu einem rechtlichen Nachspiel führen. Hier kommen insbesondere folgende Verstöße in Betracht:

Nach diesen gesetzlichen Vorschriften werden das unbefugte Abhören und Aufnehmen des nichtöffentlich gesprochenen Wortes sowie das unbefugte Ausspähen und Abfangen von Daten unter Strafe gestellt. Entsprechend fällt der heimliche Einsatz von Überwachungs-Apps zumeist unter die genannten Straftatbestände, da die Überwachung unbefugt – also ohne Einverständnis der überwachten Person – erfolgt.

Fazit: Die Geister, die ich rief…

Aber auch wen die rechtliche Seite wenig schert, der sollte sich vor einem Hacker-Angriff auf die digitalen Geräte des Partners Gedanken machen. Nichts ist zwar schlimmer, als nicht zu wissen, woran man ist: Verständlich, dass Sie bei einem Verdacht lieber schnell Bescheid wissen möchten, was Ihr Partner so hinter Ihrem Rücken treibt. Bevor Sie dafür aber zu Hilfsmitteln wie Spionage-Software greifen, sollten Sie überlegen, was Sie sich davon eigentlich versprechen.

Darum empfehlen wir, dass Sie sich zunächst einmal diese Fragen stellen:

  • Was genau wollen Sie herausfinden?
  • Sind Sie bereit, mit den Rechercheergebnissen, also auch einer Bestätigung der Untreue, zu leben?
  • Was geschieht danach: Werden Sie Ihren Partner offen auf seine Untreue ansprechen, ihm eine Szene oder gleich Schluss machen?
  • Wie werden Sie sich für Ihre Spionage vor dem anderen rechtfertigen?
  • Was haben Sie gewonnen, wenn sich diesmal der Verdacht nicht bestätigt?
    Hilft die heimliche Überwachung gegen Ihr Misstrauen?
  • Woher kommt Ihre Eifersucht, gibt es berechtigte Gründe dafür oder basiert Ihre Furcht davor, vom anderen betrogen zu werden, auf Gefühlen, die nur mit Ihnen allein zu tun haben?

Überhaupt sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass auch Misstrauen ernten könnte, wer Zweifel sät: Ihr Partner könnte ebenfalls Verdacht schöpfen und kontern. Zum Beispiel mit einer Gegenattacke via Privacy Scanner (Antispy). Das ist ein kostenloses Anti-Spyware-Programm, das Handys vor Spionage schützt. Mit dem Tool lassen sich Smartphones auf Überwachungssoftware prüfen. Damit können Programme aufgedeckt werden, mit denen Sie Ihren Partner ausspionieren. Wer plant, so gegen sein Untreue-Unbehagen vorzugehen, sollte unbedingt all das im Hinterkopf behalten. Denn bisweilen tritt man mit solchen Aktionen eine Lawine los. Ratsamer ist es, sich zu fragen, warum man den Verdacht hegt, der andere könnte untreu sein, und das anzusprechen in der Partnerschaft, anstatt hinter dem Rücken des anderen den Liebesspion zu geben.

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