Online-Dating ist toll – wenn man es richtig macht

Halbnackter Mann posiert vor der Webcam beim Online-Dating

Unser Buchtipp der Autorin unter dem Pseudonym Amaryllis26

Lust auf Fikken? Erfahrungen aus 18 Monaten Online-Dating

Wollen Sie wissen, wie man Frauen auf den ersten Klick vergrault und sich online mit einem Selfie erfolgreich ins Aus schießt? Dann lesen Sie »Lust auf Fikken?« von Amaryllis26. Unter diesem Pseudonym hat eine junge Autorin ihre Erlebnisse aus 18 Monaten Online-Dating mit 12 verschiedenen Frauenprofilen veröffentlicht. Hier stellen wir Ihnen diesen ungemein lustigen Report vor.

Kurzbeschreibung

Buchcover: Lust auf Fikken? Erfahrungen aus 18 Monaten Online-Dating Die Weiten des Internets sind wie geschaffen dafür, dass Menschen auf modern chillige Art zusammenfinden. Aber wieso stellen sich gerade männliche Onlinedater dabei so unklug an? Wieso scheitern sie schon beim Profilnamen und fabrizieren überwiegend plumpe Anmachen? Das fragte sich auch eine junge Frau und schlüpfte in 12 verschiedene Frauenrollen, um herauszufinden, wie Männer sich beim Online-Daten anstellen. Unter dem Pseudonym Amaryllis26 hat sie ein Buch darüber geschrieben – mit etlichen Beispielen aus dem wahren Datingleben und klugen Erklärungen. Wer »Lust auf Fikken?« liest, weiß, wie er die Sache nicht angehen sollte. Unser Rat: Leute, lest dieses ulkige Buch! Nicht nur, wenn Ihr mal so richtig lachen wollt. Sondern vor allem auch, wenn Ihr Euch fragt, warum es bisher mit dem Flirt im Internet nicht geklappt hat...

Ahhlecks auf der Suche nach der geilen Liebe

Denken Sie, »Lust auf Fikken« sei eine virtuelle Entgleisung? Und glauben Sie, unter dem Decknamen »Ahhlecks« würde kein normaler Mensch auf Kontaktsuche gehen? Dann liegen Sie ziemlich daneben. Denn weder bei der eindeutigen Frage noch dem kuriosen Nickname handelt es sich um ein peinliches Versehen. Sondern das sind ernstgemeinte Auftritte echter Männer. Und die sind nicht allein: Solche wie sie trifft man gehäuft dort, wo online gedatet wird.

Online-Dating ist die einfachste Sache der Welt: Bei einem Online-Datingportal unter Deckname anmelden, Foto und Profiltext einstellen und los geht’s. Man schaut, wer so alles da ist, und nimmt bei Interesse Kontakt auf. Aber Moment! Denn auch wenn es so einfach aussieht, liegt die Tücke im Detail. Online-Dating kann sehr romantisch, cool und extrem aussichtsreich sein – aber nur, wenn man es richtig anstellt. Und da hapert es vor allem bei den Herren der Schöpfung. Vielen ist das nicht bewusst, meint Amaryllis26. Sie ist eine Vertreterin der Digital Natives, der Generation, die mit Internet und Konsorten groß geworden ist und für die es kaum virtuelle Datinghemmschwellen gibt. Der Computer ist für sie weniger Spielzeug, als vielmehr Lebensmittel. Und also auch ideale Apparatur, um an den Mann oder die Frau zu kommen.

Klug und ulkig, aber niemals bloßstellend

Amaryllis26 hat online ihre große Liebe tatsächlich gefunden. Und so schwer war das gar nicht. Aus Neugier meldete sie sich in einem Flirtforum an. Weil Freundinnen ihr vorschwärmten, dass Online-Dating Spaß macht. Und weil es nicht sooo easy ist, zwischen Discountertiefkühltruhe, Fahrradständer und Arbeitsplatz den passenden Partner zu treffen.

Amaryllis26 suchte: Liebe vielleicht, gigantischen Sex, Abenteuer, Flirt oder so. Gefunden hat sie erstmal: seltsame Wesen. Meist handelte es sich um wundersame Kerle, die alles daran zu setzen schienen, NICHT zum Zuge zu kommen bei den Frauen.

Weil das eben so lustig und absurd war, beschloss Amaryllis26, ein Buch darüber zu schreiben. Und das zeigt nichts als die Wahrheit, kein Profiltext ist erlogen, kein Chat erstunken, alles ist so zu finden in den Datingportalen dieser Republik: Dröge datet Deutschland, unbeholfen stellen sich männliche User an, einfallslos ist die Flirtpraxis hierzulande. Darum, meint Amaryllis26, sei es auch kein Wunder, dass Online-Dating bei manchen Usern immer noch verpönt ist und es nur wenige für möglich halten, dass kaum ein Ort besser geeignet ist zum Flirten und zum Daten als das Internet. Höchste Zeit, dass sich da was ändert!

Online-Dating – nichts leichter als das?! Nö!

Trotz der der gewohnheitsmäßigen Nutzung sozialer Plattformen und der virtuosen Handhabung virtueller Netzwerke beherrschen viele Onlinedater nämlich noch nicht einmal die Grundkenntnisse der gekonnten Kontaktaufnahme, erkannte Amaryllis26 bei ihren Recherchen.

Grundsätzlich gilt: Auch wenn das virtuelle Jagdrevier anders geartet ist als etwa klassische Balzplätze wie die Disco, gelten hier ähnliche Regeln wie in der...ähäm...Natur: Männer werben um Frauen. Für manche mag das altbacken klingen, im Internet trifft es zu. Umso wichtiger ist hier die Kommunikation. Wer in der Menge der suchenden Männer auffallen oder womöglich herausstechen will, muss sich was einfallen lassen – was Onlinedater gerne mal übersehen oder einfach ignorieren.

Je persönlicher, einfallsreicher und spritziger das Auftreten z. B. ist, umso eher taugt es für die Kontaktaufnahme. Viele Männer scheinen das der Autorin zufolge nicht so ganz verstanden zu haben. Und wenn, dann basieren ihre Aktionen gerne mal auf Fehlannahmen: Aus persönlich wird total ego, aus einfallsreich wird zwanghaft kreativ und aus spritzig wird gequält lustig. Kurzum: Aus einer verheißungsvoller Einladung wird eine wirkungsvolle Abschreckung.

Eine Frau – 12 Profile

Die Schöne, die Schwierige, die Angeökte, die Einfältige, die Geile, die Naive, die Zickige, die Sportliche, die Alte – Amaryllis26 hat sie alle gehabt. Nämlich als Profil in verschiedenen Datingforen. Anhand dieser Lockvögel studierte Amaryllis26 die Reaktionen von Männern und fand dabei heraus, wie manch einer Frauen gleich mit dem Profil in die Flucht schlägt, welche Grundfehler Männer beim virtuellen Flirten machen und auf welchen Irrtümern über Online-Dating diese beruhen.

In insgesamt 12 Rollen schlüpfte sie, gab sich bezeichnende Nicknames wie »belledejour«, »sweetsweetkiss« oder »Lavendelrausch«. Sie strickte jeweils ein Profil mit aussagekräftigem Foto und passendem Statement, mal frech, mal fröhlich, mal wüst, mal weiblich. Aber immer hart an der Grenze zur Persiflage. Denn es ging ihr beim Verfassen der Fakeprofile nicht darum, Männer zu veräppeln, sondern die Lockvogel-Frauen so zu kreiieren, dass eigentlich kein normalsterblicher Mann Lust auf sie bekommen sollte. Die Profile waren meist so überzeichnet, dass man sie kaum für echt halten konnte. Aber genau das tat ein Großteil der Männer – und hier beginnt das große amüsante Staunen. Die einzelnen Chats sollten Sie genüsslich selbst lesen, als Appetizer hier mal ein paar interessante Erkenntnisse:

5 Fehler, die Männer beim Online-Dating machen

  • Männer verkaufen sich unter Preis. Wenn sie sich überhaupt verkaufen. Die meisten Männer geben sich relativ bescheidene Mühe beim Online-Anbaggern. Und wenn, dann sind sie wie Chamäleons – sie versuchen, der begehrten Dame nach dem Mund zu reden und sind dabei wandelbar wie Unterwäsche. Ein und derselbe Dater kann da schon mal machomäßig auftreten, um sich zwei Chats später als feministisch eingestellter Frauenversteher zu präsentieren.
  • Männer hauen wahllos Standardtexte raus. »Hi Du, schönen Tag gehabt?«, »Ich lass mal nen lieben Gruß da!« Solche und ähnliche Sprüche bekam Amaryllis26 öfter zu hören – egal, in welcher virtuellen Verkleidung sie auftrat. Der ein oder andere Dater ließ es sich nicht nehmen, einfach mal ein sinnfreies Anschreiben rauszuhauen, wohl in der Hoffnung, dass es die Menge macht und irgendwann schon irgendeine zurückschreibt. Dass Frauen durchaus bemerken, wenn sie lieblos zusammengeklöppelte Allgemeinbotschaften bekommen, halten manche Männer offensichtlich nicht für möglich. Oder ist es ihnen vielleicht egal?!
  • Kaum einer liest wirklich den Profiltext. Wozu den Profiltext studieren?! Mhm...einige Männer scheinen noch nicht einmal diese Überlegung gemacht zu haben. Sie ignorieren den Text von vorneherein. Macht nämlich Arbeit, erfordert Konzentration und womöglich eine passende Reaktion im Anschreiben. Also lieber gleich zur Sache, ohne viel Vorablektüre – was zu absurd-komischen Dialogen führte, in denen Amaryllis26 erst mal nachfragte, wieso der Dater sie auserkoren hatte, wo doch so augenscheinlich gar nichts zusammenpasste?
  • Versuch und Irrtum – Devise für viele männliche Dater. Versuchen kann man´s ja mal, nach diesem Motto stürzen sich zahlreiche Männer auf jedes neue Frauenprofil. Verständlich, wo Letztere ja doch eher rar sind. Eigentlich müssten sich Männer dann ja besonders anstrengen und extrem einfühlsame, gezielte Anschreiben verfassen. Eigentlich – uneigentlich herrscht wohl der männliche Irrglaube vor, wahlloses Kontaktbaggern erhöhe die Erfolgschancen. Rein rechnerisch mag das vielleicht hinkommen – auch ein blindes Huhn findet immerhin irgendwann mal ein Korn, ähäm –, aber dass diese Anmachstrategie zu Enttäuschungen bzw. Abweisungen führt, scheint einigen nicht klar zu sein. Denn wenn die angemailten Damen dann darauf hinweisen, dass sie kein Interesse haben, bleibt bei den Zurückgewiesenen oft Unverständnis zurück.
  • Je unattraktiver, umso leichter zu kriegen. Mit ihrem virtuellen Alter Ego »Kerstin28« meinte die Autorin, den Vogel definitiv abzuschießen: Ungeschminkt, unansehnlich, mausgraues Haar, verschmierte Brille, öder Blick und langweilig bis zum geht-nicht-mehr – das Mädel ohne irgendwelche Eigenschaften schien der wahrgewordene Untraum aller Männer zu sein. Falsch gedacht: Denn selbst Kerstin, mit der Amaryllis26 herausfinden wollte, wo Männer beim Daten eine Schmerzgrenze haben, kriegte pro Tag zwei bis drei Zuschriften. Die Erklärung? Gerade dass Kerstin so unfassbar unattraktiv ist, macht sie für Männer anziehend: Denn sie gleicht deren empfundene Unattraktivtät aus – wer so daneben aussieht, der wird zur vermutet leichten Beute. »Die krieg ja selbst ich rum«, meint dann auch der Typ, der sich selbst für ziemlich wenig begehrenswert hält.

Fazit: Wissen, was online geht!

Bringen wir es zum Abschluss mal auf den Punkt, mit diesem nett gemeinten Appell: Online-Dater dieser Welt – studiert dieses Buch! Faszinierend an diesem Einblick in die Online-Flirtpraxis ist nicht nur, dass es ungemein lustig ist, ohne fies zu sein. Sondern auch, dass es richtig Lust auf Online-Dating macht.

Ja: Nach der Lektüre juckt es einem richtiggehend in den Fingerspitzen und man legt das Buch beiseite im Wissen: »Sooo schwer ist das wirklich nicht, das könnte ich ja auch hinbekommen«. Diese Grundregeln sind laut Amaryllis26 schon die halbe Miete:

  • geben Sie sich mit Nickname und Profiltext wirklich Mühe
  • lesen Sie die Profiltexte der anderen sehr genau
  • sprechen Sie potenzielle Datepartner im Anschreiben persönlich an
  • seien Sie interessant, höflich, stilvoll, romantisch und aussagekräftig (im wahrsten Sinne des Wortes)
  • achten Sie auf Rechtschreibung
  • schreiben Sie so viel, dass andere neugierig werden
  • verraten Sie so wenig, dass Sie geheimnisvoll bleiben
  • vermeiden Sie plumpe Witzchen, unhöfliche Floskeln und leeres Geschwafel
  • schreiben Sie nur die Frauen an, für die Sie sich wirklich interessieren

Hier geht es portofrei zum Buch

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