Wir stellen das eBook »Fremdgegangen – Wege aus dem Chaos« vor

Ratloses Ehepaar nach dem Seitensprung

Ratlos nach der Untreue – keine Ahnung, wie Sie da rauskommen? Roland Kopp-Wichmann schon.

Wenn andere Bücher Heilmittel in Liebeskrisen sind, ist dieses der Erste-Hilfe-Kasten: Roland Kopp-Wichmann hat mit »Fremdgegangen – Wege aus dem Chaos« einen Ratgeber für Menschen geschrieben, die mit Untreue konfrontiert werden. Das Besondere: Das Buch richtet sich an alle – an Fremdgeher, Betrogene und Geliebte. Der erfahrene Paartherapeut schildert Fallbeispiele, gibt übersichtliche Anregungen, wie Lösungen für diese kritische Situation aussehen können und beleuchtet dabei alle Seiten. So bringt er Leser zum strukturierten Nachdenken und ermöglicht ihnen, sich auch in die anderen Perspektiven einzufühlen. Außerdem bietet das eBook nicht nur Platz für eigene Notizen, sondern auch Zugang zu einem geschützten Forum, in dem Betroffene Rat und Unterstützung finden. Für alle Menschen, die akut mit dem Problem Fremdgehen konfrontiert werden und nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen, ist dieses Buch Mittel der Wahl, um einen ersten Durchblick zu erhalten – und im eigenen Tempo zu einer Lösung zu finden.

Hier geht es zum exklusiven Interview mit dem Psychologen Roland Kopp-Wichman und den TOP10 der ungelösten Konflikte, die ihm bei seiner Arbeit mit Paaren am häufigsten begegnen

Info kompakt

  • Für komplizierte Situationen gibt es meist keine einfachen Lösungen. »Nebenbeziehungen«, egal ob sexuell oder nicht, real oder virtuell, sind immer kompliziert.
  • Beziehungen sind komplex und störanfällig. Und es gibt zahlreiche Gründe, die jemanden veranlassen, aus einer Beziehung auszubrechen und fremdzugehen.
  • Keiner, der einen Seitensprung oder eine Affäre hat, ist ein gewissenloses Schwein oder eine egoistische Schlampe.
  • Paare können sich nach der Untreue emotional entlasten, indem sie das Fremdgehen nicht persönlich nehmen, sondern als Resultat der Beziehungsform »Monogamie«.
  • Niemand ist hilflos, keiner das machtlose Opfer. Wenn sich der Untreue nicht entscheiden kann, liegt es am Betrogenen, Konsequenzen zu ziehen.
  • Wie ernst der Seitensprung einzuschätzen und wie groß die Chance für den Erhalt der Beziehung ist, hängt auch von der Art der Untreue ab.
  • »Das eigentliche Problem ist nicht die Untreue, sondern der Versuch, zwei Dinge zusammenzubringen, die nicht zusammengehen: Vertrauen und Aufregung« Roland Kopp-Wichmann im Interview

One-Night-Stand, Seitensprung oder Affäre: So kann es nach der Untreue weitergehen

Wollen Sie Mitgefühl und einfache Ratschläge? Dann fragen Sie am besten Ihre Freundin oder Ihren Kumpel. Wenn Sie aber konkrete Lösungsmöglichkeiten für Ihre derzeitige Situation suchen, dann lesen Sie das neue eBook von Roland Kopp-Wichmann. Der Heidelberger Paartherapeut unterstützt Fremdgeher, Betrogene und Geliebte dabei, Untreue zu verstehen, richtig einzustufen und zu bewältigen. Beginnen wir mit der schlechten Nachricht: Für komplizierte Situationen gibt es meist keine einfachen Lösungen. Nebenbeziehungen, egal ob sexuell oder nicht, real oder virtuell, seien immer kompliziert, schreibt Roland Kopp-Wichmann. Nun aber sofort hinterher die gute Botschaft: Sie können aus der Situation etwas Konstruktives machen. Indem Sie und Ihr Partner daraus lernen – eine gute Grundlage dafür schafft dieses Buch. Es kann eine Entlastung sein, weil es zeigt, dass es nicht nur Ihnen so geht, es kann eine Befreiung sein, weil es den Druck mildert, hier und jetzt sofort eine Lösung zu finden, und es gibt Ihnen Mittel an die Hand, um eine vertrackte Beziehungssituation nach der Untreue zu lösen.

Ordnung fürs Beziehungschaos: Die Schwere der Untreue einstufen

Ist der Seitensprung aufgeflogen, herrscht bei vielen zunächst einmal Chaos. Wieso ist es passiert, was hat es zu bedeuten, wie kann es weitergehen – alle Beteiligten müssten sich diesen Fragen stellen, meint Kopp-Wichmann. Schon bei der Ursachenforschung sieht es kompliziert aus mit den Antworten. Denn es gibt unendlich viele Gründe, warum jemand fremdgeht. Der eine tut es aus Sexfrust, die andere für ihr Selbstwertgefühl, der Dritte aus Rache, eine weitere, weil die Gelegenheit günstig ist. In jedem Fall stellen Seitensprünge, Affären oder Dreiecksbeziehungen immer eine enorme Belastung für die Partnerschaft dar. Liebesbeziehungen, so Kopp-Wichmann, verlangen nach Exklusivität. Natürlich könne man zwei oder mehr Menschen lieben. Aber man könne nur eine Beziehung haben. Ihm zufolge muss man sich entscheiden, denn Gefühle lassen sich nicht gerecht verteilen. Wir können nun mal nicht alles haben, die Wahl der einen Beziehung bedeute den Verzicht auf die andere. Für Kopp-Wichmann ist das ein Erkenntnisprozess, den man Laufe des Erwachsenwerdens durchlaufen sollte. Nur so kann man im fortgeschrittenen Leben etwa damit Frieden schließen, dass dieses zu kurz ist, um wirklich alle Optionen zu leben.

In der Liebe wollen die wenigsten teilen, verständlicherweise, kaum jemand duldet den Konkurrenten im gleichen Bett, keine will nur Nebenfrau sein – Betrogene empfinden die Untreue des Partners nicht selten als Verrat, als Abwertung und Zurückweisung, die nur schwer wiedergutzumachen ist. Wenn überhaupt. Aber es gebe Unterschiede darin, als wie zerstörerisch die Untreue erlebt werde, schreibt Kopp-Wichmann, es existiere eine Art »Schwere-Skala« fürs Fremdgehen. Aber was bringt es, die Schwere der Untreue einzustufen? Einfacher macht das den Umgang mit dem Seitensprung nicht unbedingt. Aber den Verstehensprozess, meint Kopp-Wichmann.

Die »Schwere-Skala« des Fremdgehens: Partner reagieren umso verletzter...

  • ... je näher die andere Person (z. B. bester Freund oder Freundin) einem selbst steht
  • ... je abhängiger sich jemand emotional vom Partner fühlt
  • ... je länger eine Affäre geht
  • ... je raffinierter jemand zu Werke ging
  • ... je mehr mit dem anderen etwas erlebt wird, was man selbst in der Beziehung vermisst
  • ... je mehr jemand sich mit seinem schweren Schicksal allein gelassen fühlt

Warum hast du mir das angetan? Die Frage nach der Schuld

Eine der gängigen Antworten auf die Frage ist laut Kopp-Wichmann »Das hat nichts mit Dir zu tun!«. Aber leider hat das nicht zur Folge, dass der betrogene Partner die Sache mit einem »Na, dann ist ja gut« ad acta legt. Mal abgesehen davon, dass sich nach dem Fremdgehen die Schuldzuweisungsspirale dreht: Der betrogene oder der untreue Partner gibt dem anderen, der Beziehung, den Umständen oder sich selbst die Schuld. Es wird ein Grund für den Seitensprung gesucht, möglichst einer, der die Beteiligten entlastet und die Untreue moralisch irgendwie »rehabilitiert«. Damit komme kein Paar weiter, meint der Psychologe. Selbst wenn einer bereit sei, die volle Verantwortung zu übernehmen, könne so nichts erreicht werden. Stattdessen schlägt Kopp-Wichmann vor, dem Modell der Monogamie die Schuld in die Schuhe zu schieben. Denn letztlich seien die Ansprüche an moderne Beziehungen so überhöht, dass sie eigentlich gar nicht erfüllt werden könnten. Monogamie sei das unhaltbare Versprechen, dass Sicherheit und Erregung in einer Beziehung zusammen gehen. Das tun sie aber keineswegs. Darum könnten Paare sich nach der Untreue emotional entlasten, indem sie das Fremdgehen nicht persönlich nehmen, sondern als Resultat der Beziehungsform. Das könne die Bewältigung der Untreue einfacher machen. Aber wie ernst der Seitensprung einzuschätzen und wie groß die Chance für den Erhalt Ihrer Beziehung seien, hänge doch von der Art des Fremdgehens ab, meint Kopp-Wichmann.

Paartherapeut Roland Kopp-Wichmann bennent 6 Affären-Formen, die eine unterschiedliche Bewertung der Untreue zulassen

  • Rutschbahn-Affären, in die die Beteiligten ungeplant und zufällig hineinschlittern, sind oft kurz und unbedeutend – es sei denn, Beziehungsprobleme kommen hinzu und aus dem Ausrutscher wird mehr.
  • Die Defizit-Affäre entsteht laut Kopp-Wichmann, wenn in der Beziehung belastende Probleme nicht angegangen werden und der Untreue versucht, etwa seine Vernachlässigungsgefühle zu kompensieren – manchmal führt ein entdeckter Seitensprung dazu, dass endlich benannt wird, was den Partnern in der Beziehung fehlt.
  • Bei der Sucht-Affäre riskieren die Untreuen ihre Partnerschaft durch einen Seitensprung – Schuld daran seien unter anderem Endorphine, Botenstoffe, die das Belohnungsystem aktivieren und süchtig machen können.
  • Die Narzissmus-Affäre hat viel mit dem Untreuen selbst zu tun, er braucht das Fremdgehen zur Selbstbestätigung, was für Partner extrem belastend sein kann.
  • Der klassische Affären-Typ sei die Dreiecksaffäre, so Kopp-Wichmann. Sie ergebe sich oft in längeren Beziehungen, in denen individuelle Bedürfnisse nicht mehr befriedigt werden können – es sei sehr schwer, aus Dreiecksbeziehungen herauszufinden.
  • Die Ausstiegsaffäre müsse sehr ernst genommen werden, weil sie der Versuch sein kann, eine dauerhaft unglückliche Partnerschaft zu beenden.
  • Die Übergänge sind oft fließend, der eine Affärentyp bisweilen schwer abgrenzbar vom anderen. Eine heimliche Affäre oder ein längeres Nicht-Entscheiden-Wollen sei immer innerhalb der Komfortzone, schreibt Kopp-Wichmann. Denn Konsequenzen zu ziehen komme einem oft viel unangenehmer vor, als einen ungeklärten Zustand aufrechtzuerhalten. Doch niemand sei hilflos, keiner machtloses Opfer: Wenn der Untreue selbst keine klaren Entscheidungen treffen könne, habe noch immer der Betrogene die Möglichkeit dazu. Und sollte davon auch Gebrauch machen.

Für jeden etwas: Anregungen zum Umgang mit Untreue

Es ist passiert, was nun? Jeder hat seine eigene Art, mit der Untreue umzugehen. Aber es gibt Verhaltensweisen, mit denen man sich aus der Krise manövrieren und dem Leid ein Ende setzen kann. Hierfür gibt Kopp-Wichmann viele Anregungen, die immer einkalkulieren, dass wir alle nicht rational denkende und handelnde Menschen sind. Auch wenn ein Seitensprung immer eine Erschütterung der Beziehung bedeute, müsse er ein Paar nicht zwangsläufig auseinanderbringen, schreibt Kopp-Wichmann. Er würde aus seiner Praxis etliche Paare kennen, die diese schwere Krise als Anlass nahmen, sich ehrlicher zu sehen, sich von Illusionen zu verabschieden und eine neue, tiefere Verbindung zueinander zu schaffen. Das sei nicht einfach, man müsse viel Toleranz und Offenheit mitbringen, um mit der Untreue konstruktiv umgehen zu können. Und für eine solche Entwicklung gebe es keine Wundertipps. Aber, betont der Paartherapeut, am besten solle man nicht zu früh aufgeben, vor allem, wenn bei beiden noch genügend Liebe vorhanden sei und es etwa gemeinsame Kinder gebe.

Nicht nur dann lohne sich die Auseinandersetzung mit dem Untreue-Geschehen und könne sogar zu einer Verbesserung der Partnerschaft führen. Allerdings ist das ein langer Weg mit vielen Stolpersteinen. Mit Unterstützung des eBooks von Roland Kopp-Wichmann können Sie den Marsch antreten.

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Mehr Informationen? Das exklusive Interview zum Buch sowie die TOP10 der ungelösten Konflikte, die ihm bei seiner Arbeit mit Paaren am häufigsten begegnen

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