Unserer Buchtipp der Autorin Regine Rejser

Fremde Haut – mit einem Klick zu gutem Sex

Kurzbeschreibung

Hier geht es zur Sache: Regine Rejser schildert in ihrem Buch die Erlebnisse einer zufrieden verheirateten Frau namens Sunnyi, die nach zweijähriger Abstinenz endlich mal wieder richtigen Sex haben will und sich zur Einfädelung desselben eines Internetdating-Portals bedient. Hier findet sie, was sie sucht: Heißen E-Mail-Verkehr mit anschließenden unverbindlichen Erotiktreffen und aufregenden Sex mit Unbekannten. Und das ohne Risiko. Ihr Mann, den sie liebt und bei dem sie bleiben will, erfährt nichts davon, die heimlichen Liebschaften sind Sunnyis süßes Geheimnis, das ihr manchmal auch ganz alleine vor dem PC erotische Höhepunkte beschert. Die Autorin nennt die Dinge beim Namen, erfrischend offen ist das. Wer wissen möchte, was so abgeht auf den Internetdating-Portalen, wie dort Kontakte geknüpft werden, wie ernst das Sexgeplänkel dann ist und was frau on- und offline so alles erleben kann, für den ist dieses Buch eine sehr aufschlussreiche Lektüre. Und für jeden, der eine Vorliebe für erotische Erzählungen hat, liefert das Buch im wahrsten Sinne des Wortes aufregende Anregungen.

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Erkenntnisse aus diesem Sachbuch

  • Für alle, die wissen wollen, wie es auf Erotik-Datingportalen so läuft
  • Für Liebhaber erotischer Erzählungen
  • Für diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, sich auf Seitensprung-Portalen umzuschauen, sich aber bisher nicht getraut haben
  • Für alle, die online auf Affärensuche gehen (wollen)

Produktinformationen

  • Gebundene Ausgabe: 266 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (14. Dezember 2013)
  • ISBN-10: 1495283860
  • ISBN-13: 978-1495283864
  • Preis: EUR 10,00

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Ausführliche Beschreibung

Eine Frau will noch viel(e) mehr

Am Anfang war die Lust auf fremde Haut: 15 treu und brav mit ein und demselben Mann verbrachte Jahre liegen hinter der Erzählerin Sunnyi, leider ebenso wie heiße Nächte und glühende Leidenschaft. Die erotischen Aktivitäten mit dem geliebten Ehegatten sind zu geschwisterlichem Kuscheln verkommen, zwei Jahre ohne richtigen Sex geben ihr den letzten Ruck: Als die Begierde Sunnyi wieder packt, packt sie die Gelegenheit beim Schopf: Ein Gutschein zum kostenlosen Anmelden auf einer Internetseite für diskrete erotische Abenteuer ist der Anfang einer spannenden Geschichte – nämlich der einer glücklich liierten Frau in den besten Jahren, die ihrem eingeschlafenen Liebesleben wieder auf die Sprünge hilft. Und dabei höchst pikante Erfahrungen macht. Regine Rejser, Autorin dieser Insider-Story, betont gleich vorab, sie sei nicht identisch mit der Erzählerin Sunnyi – deren Bericht aber ziemlich hautnah dran ist.

Das kann es doch nicht gewesen sein – diese Frage stellen sich viele Frauen um die Vierzig Plus. Was macht frau, wenn es unten rum noch kribbelt, aber der passende Partner fehlt? Weil der, den man liebt und mit dem man lebt, langweilig geworden ist und das Feuer der einstigen Leidenschaft sich nicht wieder entfachen lässt? Manch eine nimmt das so hin, bei anderen hat das Konsequenzen, wie etwa bei Sunnyi, der Hauptfigur in Regine Rejsers Buch. Sunnyi führt eine glückliche Ehe, hat Kind, Hund, einen netten Teilzeitjob – aber keine sexuellen Höhepunkte mehr oder leidenschaftliche Begegnungen mit dem anderen Geschlecht. Und genau danach dürstet es sie gewaltig.

Suche Liebhaber mit Lust: Der Sprung ins prickelnd Ungewisse

Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss, unterbrochen nur durch die gewohnte Zärtlichkeitskost im ehelichen Hafen. Den spürbaren Lustverlust akzeptiert Sunnyi nicht einfach so und macht sich auf, das Internet zu erobern. Oder vielmehr hier eine heiße Liebschaft zu finden, um ihre Gelüste auf fremde Haut zu befriedigen. Und zwar ohne Risiko, ohne Verpflichtungen und vor allem: ohne am Ende eine neue Beziehung am Hals zu haben.

Denn einen Partner will sie keineswegs finden, den hat Sunnyi ja Zuhause. Ein Gespiele, ein erotischer Erfüllungsgehilfe, einer auf ihrer sexuellen Wellenlinie muss her. Einer, der sie berührt, ihr Kribbeln beschert, gerne experimentiert und Lust hat auf – puren Sex. Und wo ist so jemand besser zu finden, als dort, wo die Marschroute klar abgesteckt ist, nämlich auf Internetseiten, die diskrete Erotikabenteuer vermitteln?

Schnell ist ein neuer E-Mail-Account eingerichtet, ein Alias erfunden und ein Nickname . In nur 10 Minuten füllt sie ihr Profil für das Seitensprung-Portal aus, bleibt bei Alter und Gewicht schön brav bei der Wahrheit, bekennt sich als passive Oralsex-Liebhaberin und los geht’s mit der Suche nach geeigneten Kandidaten. In Nullkommanichts hat sie auch schon erste Rückmeldungen, viele Übereinstimmungen mit ihrem Profil und handfeste Angebote. Klar, denkt Sunnyi, als neue Frau ist man heiß begehrt, sie kommt sich vor wie beim Window-Shopping: Faszinierend ist die Auswahl, unglaublich die Möglichkeiten. Und dann trudeln die ersten vielversprechenden Nachrichten ein.

Chronologie eines eingefädelten Seitensprungs

Der »Mann im Mond« hat es ihr besonders angetan. Nicht nur, weil der Typ gut aussieht und authentisch rüberkommt, sondern auch, weil er angibt, auf selbstbewusste Frauen und Oralsex – aktiv – zu stehen. Im darauffolgenden E-Mail-Verkehr mit Peter, diesem Mann im Mond, geht es ziemlich hurtig zur Sache, aber das ist schließlich ja auch Sinn der Übung. Da das erste Treffen etwas auf sich warten lassen muss, versüßt sich Sunnyi mit Peter die Zwischenzeit durch erotischen Schriftverkehr, online versteht sich.

Eine sehr aufregende Angelegenheit, schließlich regt der Austausch sexueller Träumereien die Fantasie gewaltig an und schürt die Vorfreude auf das echte Zusammentreffen gewaltig. Nach einigen logistischen Überlegungen, feuchten Höschen und Erektionen kommt es dann zu dem, was Sunnyi sich heiß ersehnt: Sie trifft endlich, endlich ihre Internetbekanntschaft – und was dann kommt, ist erste Sahne.

Die anfängliche Scheu ist ungewohnt, nachdem so viele eindeutige Worte zuvor gefallen waren. Und da gibt es diese kleine Hemmschwelle, die überwunden werden muss, bevor es zum Äußersten kommt. Denn Sunnyi zumindest hatte sich bisher noch nie auf so ein planmäßig eingefädeltes Sexabenteuer eingelassen. Auch wenn die erste erotische Annäherung ja virtuell schon stattgefunden hatte, ist es in echt dann doch etwas seltsam. Ein Rückzieher kommt aber aus verschiedenen Gründen kaum in Frage.

Das Resultat: Die gemeinsamen Stunden im Hotel werden zum orgiastischen Feuerwerk, an zügelloser Spannung kaum zu übertreffen. Und spätestens da ist Sunnyis Gier nach fremder Haut, nach außergewöhnlichen Erotiknümmerchen unersättlich geworden.

Respekt, Achtung, Offenheit sind die Basis – Lust und Hingabe die Zutaten

Wie gut das tut: Keine Verpflichtungen, Ehrlichkeit auf ganzer Linie, ein Nein wird anstandslos akzeptiert, weil es nicht als Zurückweisung missverstanden wird. Sunnyi und Peter achten sich gegenseitig, profitieren vom Begierdeschatz des anderen und können Lust und Hingabe zelebrieren – weil sie eben nicht im Rahmen einer Liebesbeziehung instrumentalisiert werden. Hinzu kommt der Kitzel, es ist verboten, es ist geheim, Peter hat eine Frau, Sunnyi ihren Mann, keiner will den eigentlichen Partner verlieren.

Es folgen: Chats mit anderen Unbekannten, erotische Rollenspiele online, sich ausprobieren, Neues wagen und immer wieder Peter. Den trifft Sunnyi fortan regelmäßiger im Stundenhotel, davor wird per Mail geplant und geliebt – in Sachen erotische Fantasien ergänzen sich die beiden Seitenspringer überraschend wunderbar.

Und es wird irgendwie mehr daraus, wenn auch oftmals nur gedanklich. Der Austausch per E-Mail wird immer offener, andere Sexvarianten werden durchgespielt, Sunnyi fühlt sich wohl sich so ohne Zwang vorzustellen, was alles sein könnte: Ein Dreier, ein Besuch im Swingerclub, Liebesdienerszenarien, Fesselspielchen oder Sex an außergewöhnlichen Orten – für die Fantasie ist das ein berauschendes Fest.

Aber irgendwo zwischen den feucht-fröhlichen Laken verbirgt sich dann doch ein bisschen Ernst, bei Sunnyi zumindest. Sie investiert einiges, muss sich Ausreden für die Rendezvous' mit Peter ausdenken, ein kleines Doppelleben wuppen. Und gibt dabei mehr von sich preis, als sie eigentlich wollte.

Viele haben, die Einzige bleiben?

»Sunnyi«, das sei der Teil der Hauptfigur, der viele Jahre geschlafen habe, oder der sich überhaupt erst im Laufe ihrer Online-Sexerfahrungen entwickelt hat. In ihr steckt eine Frau, der es nur um Lust und Begehren geht, die Spaß daran hat, sich und den Partner scharf zu machen, die Phantasien entwickelt und ausleben will. Die sich hemmungslos gehen und fallen lässt – je geiler, je besser.

Aber dann gibt es da eben noch den anderen Teil in ihr, der sich Gedanken macht um den anderen, Mails genau liest, zuhört und versucht, zu verstehen. Und das ist die Frau, die Peter deshalb auch als Mensch wahrgenommen hat, nicht nur als Bett-Gespielen. Was vorübergehend die so locker leichte Affäre ein wenig schwerer macht. Denn Peter, so stellt sich heraus, fährt mehrgleisig. Und gesteht auch Sunnyi das zu, die das aber erstmal verdauen muss – vielleicht, so glaubt sie, meldet sich hier die konservativ weibliche Frau in ihr zu Wort, die im Grunde ihres Herzens doch irgendwie die Einzige sein will.

Also auf zu Norbert, einem anderen heißen Chatkontakt, der sich inhaltlich ähnlich vielversprechend anhört wie der mit Peter. Und mit ihm wird für Sunnyi eine weitere Fantasie wahr: Sex mit einem Fremden. Denn als Norbert das Hotelzimmer betritt, ist Sunnyi bei geschlossen Augen sofort verkehrsbereit – und sieht erst nach einem gewaltigen Orgasmus, wer ihr diesen beschert hat. Rein bodymäßig ist Norbert nicht ihr Typ. Er hat ein kleines Bäuchlein, ziemlich helle Haut, keine erkennbaren Muskeln. Aber diese Äußerlichkeiten macht er wett mit seiner zärtlichen Einfühlsamkeit. Und mit seiner extrem guten genitalen Ausstattung – mehr Argumente braucht es für einen sexgigantischen Vormittag kaum.

Frauen um die Vierzig – sind wir nicht alle ein bisschen Sunnyi?!

Die Erfahrungen, die sie mit ihren Männernbekanntschaften sammelt, sind etwas ganz prickelnd Neues für Sunnyi, die große Experimentierfreude an den Tag legt bei ihrer Jagd nach Sex im Internet. Dort und später oft auch in realiter erlebt sie allerhand: Harte Kerle und weiche Typen, saure Gurken und spröde Gesellen. Manch einer wird pinzig, wenn Sunnyi per E-Mail Ansprüche stellt, andere ziehen den Schwanz ein, bevor was läuft. Reinfälle und Ausfälle sind dabei, Besuche in Swingerclubs und Darkrooms und sogar fast so etwas wie eine Romanze – wider Erwarten, ungeplant und letztlich ungelebt.

Und auch negative Erlebnisse bleiben nicht aus, manchmal stimmt es dann in der Wirklichkeit mit Geruch, Stimme und Sextakt nicht. Und Sunnyis Ehrlichkeit stößt bei manch einem Mann auch auf Missfallen, der dann bisweilen aus verletzter Eitelkeit mit derben Beschimpfungen reagiert. Aber viele Männer und Dates später, nach unzähligen Orgasmen und Ejakulationen, nach viel Oralsex und heftigen Penetrationen ist Sunnyi um etliche wertvolle Erlebnisse reicher und sexuell auf einem ganz neuen Stand als zu Beginn ihrer Erotikreise. Und es bleibt aufregend für Sunnyi, denn ihre Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.

Regine Rejser ist nicht Sunnyi, was sie wirklich erlebt hat und was ihrer Fantasie entsprungen ist, bleibt offen. Aber vermutlich steckt in beinah allen Frauen in einer ähnlichen Lebenssituation ein bisschen Sunnyi – nämlich der Drang nach Lust, die Gier nach fremder Haut. Die Frage ist nur, wie und wo frau diese Begierden auslebt: alleine, im Internet, mit anderen oder einfach nur in der Fantasie...

Den Leser/innen wünscht Autorin Regine Rejser abschließend, sie mögen Lust beim Lesen verspürt und vor allem im Anschluss daran Lust auf Mehr bekommen haben. Denn wer sich gehen lässt, vielleicht auch erotisch mal andere, ungewöhnlichere Wege beschreitet, der wird Sex einmal ganz neu erleben.

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Über die Autorin Regine Rejser

Potrait von Regine Rejser

Regine Rejser im INTERVIEW

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